Die Ski-Familie trauert um den Franzosen David Poisson. (Bild: Telebasel / keystone)

International

«Wir werden dein Lächeln vermissen»

Momentan steht die Ski-Welt still. Nach dem tödlichen Trainingsunfall von David Poisson am Sonntag, 13. November in Kanada, gedenken zahlreiche Ski-Stars und Verbände dem 35-jährigen Rennfahrer. Es ist nicht das erste Mal, dass ein Athlet sein Leben auf der Piste lässt.

«RIP David… Dein Lächeln wird vermisst», schrieb Lara Gut bei Twitter.

«Nachrichten wie diese sind herzzerreissend und mit Worten nicht zu beschreiben. Mein Beileid geht an seine Familie und seine Liebsten», so Felix Neureuther, am Sonntag, Gewinner des ersten Weltcup-Slaloms der Saison, bei Instagram:

(Bild: Instagram/felix_neureuther)

«Das ist verheerend», twitterte Lindsey Vonn. Der US-Abfahrer Travis Ganong bezeichnete Poisson als «echten Freund und grossartige Person». Auch andere Fahrerinnen und Fahrer, unter ihnen der fünfmalige Weltmeister Ted Ligety oder die zweimalige österreichische Gesamtweltcupsiegerin Anna Veith, bekundeten ihr Mitgefühl und ihre Trauer.

(Bild: Instagram/Anjaparson)

Aber auch Ahtleten aus anderen Sportarten bekunden auf Twitter ihre Trauer. So zum Beispiel der französische Dreisprung Europameister Benjamin Compaoré.

Dass der Skisport nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist, zeigt ein Blick auf die Statistik der tödlichen Unfälle. Insgesamt 15 Ski-Profis kamen seit 1959 ums Leben. Darunter auch die beiden Schweizer Silvia Suter (1969) und Werner Elmer (2002). (sda/yge)

Im Skisport (Rennen, Training, Tests) zu Tode gekommen:

  • 1959: Toni Mark (AUT), Wallberg (Riesenslalom)
  • 1959: John Semmelinck (CAN), Garmisch-Partenkirchen (Abfahrt)
  • 1964: Ross Milne (AUS), Innsbruck (Abfahrtstraining Patscherkofel)
  • 1964: Walter Mussner (ITA), Cervinia (Geschwindigkeitstests)
  • 1969: Silvia Suter (SUI), Sportinia (FIS-Abfahrt)
  • 1970: Michel Bozon (FRA), Megève (Weltcup-Abfahrt)
  • 1972: David Novelle (USA), Winter Park (Abfahrt)
  • 1975: Michel Dujon (FRA), Tignes (Skitests)
  • 1975: Markku Vuopala (FIN), Lienz (Junioren-EM)
  • 1979: Leonardo David (ITA), Lake Placid (Abfahrt; erlag 1985 seinen schweren Kopfverletzungen)
  • 1991: Gernot Reinstadler (AUT), Wengen (Abfahrtstraining)
  • 1994: Ulrike Maier (AUT), Garmisch-Partenkirchen (Abfahrt)
  • 2001: Regine Cavagnoud (FRA/Super-G-Weltmeisterin) stösst beim Abfahrts-Training in Pitztal mit dem deutschen Trainer Markus Anwander zusammen und erliegt zwei Tage später in der Uniklinik von Innsbruck ihren schweren Verletzungen.
  • 2002: Werner Elmer (SUI), Verbier (FIS-Rennen)
  • 2017: David Poisson (FRA), Nakiska (Training)

Zahlreiche bekannte Skirennfahrerinnen und -fahrer kamen ausserhalb von offiziellen Wettkämpfen und Trainings auf unnatürliche Weise ums Leben. Eine Auswahl:

  • 1963: Georges Schneider (SUI), Jagdunfall
  • 1974: Roger Staub (SUI), Todessturz beim Drachenfliegen
  • 1976: Gertrud Gabl (AUT), Lawinentod am Arlberg
  • 1982: Bruno Nöckler (ITA), Autounfall in Neuseeland
  • 1983: Alexander Schirow (RUS), Autounfall bei Moskau
  • 1984: Josef “Sepp” Walcher (AUT), tödlicher Sturz bei Hobbyrennen
  • 1986: Joze Kuralt (SLO), Autounfall in Spittal/AUT
  • 1991: Rudi Nierlich (AUT), Autounfall in St. Wolfgang/AUT
  • 1992: Peter Wirnsberger II (AUT), tödlicher Sturz beim freien Skifahren in Altenmarkt-Zauchensee/AUT
  • 1993: Rok Petrovic (SLO), Tauchunfall
  • 1996: Richard Kröll (AUT), Autounfall
  • 2001: Christl Haas (AUT), Tod durch Ertrinken in Badeferien
  • 2002: Fausto Radici (ITA), Suizid
  • 2006: Corinne Rey-Bellet (SUI), Mordopfer
  • 2013: Boris Strel (SLO), Suizid

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