Sonnenkollektoren werden auf einem Hausdach installiert. (Symbolbild: Pixabay)

Basel

Basel mit 100% erneuerbaren Energien

Viele Kantone und Städte leisten einen positiven Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen. Das zeigt sich unter anderem beim Strommix und beim Erhalt naturnaher Flächen.

Seit 2005 erhebt ein Netzwerk von Bund, Kantonen und Städten anhand von rund dreissig Indikatoren die Fortschritte in der nachhaltigen Entwicklung. An der diesjährigen Ausgabe des ‹Cercle Indicateurs› nahmen 18 Kantone und 27 Städte teil. Sie können sich insgesamt ein gutes Zeugnis ausstellen, wie die beteiligten Bundesämter am Dienstag, 14. November 2017 mitteilten.

Basel zu 100% mit erneuerbaren Energien

So ist in den beteiligten Städten seit der letzten Erhebung vor vier Jahren der Pro-Kopf-Stromverbrauch gesunken. Auch konnten die Städte den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch steigern. Drei von ihnen, Basel, Burgdorf BE und Yverdon-les-Bains VD, decken ihren Stromverbrauch bereits zu 100 Prozent mit ‹Erneuerbaren› , sechs weitere Städte zu über 90 Prozent.

Luftqualität noch ungenügend

Die Luftqualität hat sich in den beteiligten Städten und Kantonen insgesamt verbessert. Sie ist aber noch nicht gut genug, wie die Bundesämter für Raumentwicklung (ARE) und Umwelt (BAFU) weiter schreiben.

Die Menge der Siedlungsabfälle wächst zwar weiter, doch sinkt fast überall der Pro-Kopf-Anteil, der nicht wiederverwertet wird und in der Abfallverbrennung landet. Die Quoten separat gesammelter Abfälle wie Papier, Glas und Alu pendelten sich in den vergangenen Jahren zwischen 30 und 40 Prozent ein.

Knapp die Hälfte der Städte meldet steigende Anteile naturnaher Flächen. Ein Rückgang wurde nur in einzelnen Städten festgestellt. Von den Kantonen weist jeweils die Hälfte gleichbleibende respektive steigende Flächenanteile aus. Die Massnahmen zugunsten der ökologischen Infrastruktur tragen somit laut ARE und BAFU zur Erhaltung der Biodiversität bei.

Grundlage für strategische Planung

Die Erhebungen des ‹Cercle Indicateurs› basiert grösstenteils auf Daten des Bundesamtes für Statistik (BFS). Sie ermöglicht es Kantonen und Städten, ihre Fortschritte zu analysieren und Handlungsbedarf zu orten. Die Ergebnisse können auch als Grundlage für die strategische Planung dienen.

2017 beteiligten sich die Kantone AG, AR, BE, BL, FR, GE, LU, NE, SG, SO, SZ, TG, TI, UR, VD, VS, ZG und ZH. Teilnehmende Städte waren Baden AG, Basel, Biel BE, Binningen BL, Bülach ZH, Bulle FR, Burgdorf, Frauenfeld, Freiburg, Genf, Illnau-Effretikon ZH, Lancy GE, Lausanne, Luzern, Meyrin GE, Montreux VD, Nyon VD, Onex GE, Orbe VD, Renens VD, Solothurn, St. Gallen, Wallisellen ZH, Winterthur ZH, Yverdon-les-Bains, Zürich und Zug.

(sda)

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