Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 13. November 2017.

Schweiz

Künftig kein spezieller Führerausweis für Taxifahrer nötig

Wer heute mit dem Auto berufsmässig Passagiere befördert, braucht einen speziellen Ausweis. Dafür ist eine zusätzliche praktische Prüfung nötig. Künftig soll ein normaler Führerausweis genügen.

Der Bundesrat ist einverstanden damit, dass für den berufsmässigen Personentransport der normale Führerausweis genügen soll. Er empfiehlt eine Motion von FDP-Nationalrat Philippe Nantermod (VS) zur Annahme, wie er am Donnerstag, 9. November 2017, mitteilte.

Nantermod hält die Unterscheidung für überflüssig. Die Gefahren seien unabhängig von der Verwendung des Fahrzeugs die gleichen, schreibt er in der Begründung seiner Motion. Hintergrund des Vorstosses ist der Streit um die für Uber-Fahrer geltenden Regeln. Daniel Seiler, Vizepräsident der FDP Basel-Stadt begrüsst den Entscheid des Bundesrats hat aber vorbehalte bezüglich den Sozialabgaben:

(Video: Telebasel)

Bei den Taxifahrern in Basel löst diese Vorstellung Existenzängste aus: «Wir können das Taxiunternehmen dicht machen, wenn das legal wird», sagt Ben Brahim, Taxifahrer in Basel:

(Video: Telebasel)
Markus Kümin, Mitglied Gruppe Taxi UNIA, sagt, es ginge bei der Taxiprüfung auch um die Sicherheit des Passagiers. (Video: Telebasel)

Baselbieter Uber-Fahrer verurteilt

Anfang letzter Woche hat das Baselbieter Strafgericht einen Uber-Pop-Fahrer zu einer Gefängnisstrafe verurteilt, weil ihm die nötigen Bewilligungen für berufsmässige Personentransporte fehlten.

Die Arbeiten an einer Harmonisierung sind beim Bund allerdings längst im Gang, und zwar ebenfalls aufgrund einer Motion von Nantermod. Mit dieser hatte er nicht nur den Verzicht auf spezielle Bewilligungen, sondern auch die Aufhebung der Fahrtenschreiberpflicht und der speziellen Arbeitszeitregelungen verlangt. Die Räte nahmen die Motion letztes Jahr an. (sda)

2 Kommentare

  1. Was nützen all diese Erfordernisse wenn der Taxifahrer
    1.Kaum Deutsch kann?
    2.Dich für eine kurze Strecke nicht mitnehmen will?
    3. Extra Umwege fährt?
    4. Ein stinkendes Taxi fährt?
    5. Ueberhöhte Preise verlangt?
    6. Einem Invaliden nicht ins Auto hilft?
    7. Keine Kreditkarten annimmt?
    8. Frauen sich unsicher fühlen?
    Etc Etc. Etc.

    Es ist an der Zeit für die Taxizentralen und ihre Fahrer sich der neuen Zeit anzupassen.Report

  2. Das Transportgewerbe, insbesondere das Taxigewerbe, untersteht strengen rechtsverbindlichen
    Vorgaben (Führerausweis Kat. BPT 121, Leumund wird polizeilich geprüft, Verordnung
    über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer und –
    führerinnen, Versicherung für berufsmässigen Transport, Beförderungspflicht….. und das alles soll wegfallen?
    –> ich möchte auf diese Qualitätsmerkmale nicht verzichten und sicher sein, dass meine Chauffeuse / mein Chauffeur auch entsprechende Ausbildungen und/ oder Tests absolviert hat und sich auch daran halten will/ muss.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Auch interessant