Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 12. November 2017.

Basel

Jonas Lüscher erhält Schweizer Buchpreis für ‹Kraft›

Beim zweiten Anlauf hats geklappt: Jonas Lüscher hat für seinen Roman ‹Kraft›, mit dem er auch für den Deutschen Buchpreis nominiert war, den Schweizer Buchpreis gewonnen. 2013 war sein Erstling ‹Frühling der Barbaren› für die Schweizer Auszeichnung nominiert gewesen.

Die Jury würdigte das Buch als «welthaltiges, dringliches und sprachmächtiges Werk.» Der Autor schildert in ihm einen neoliberalen Rhetorikprofessor, der seiner unglücklichen Ehe und seinen finanziellen Nöten zu entrinnen versucht, indem er im Silicon Valley an einem Schreibwettbewerb teilnimmt. Im Zentrum steht die Preisfrage, ob die beste aller Welten noch weiter verbessert werden kann.

(Bild: keystone)

Es sei ein «fulminanter Text, der durch seine erfrischende Bösartigkeit ebenso überzeugt wie durch seinen philosophischen Tiefgang und die kluge Gegenüberstellung von alter und neuer Welt», hiess es zur Begründung.

Ein Nominierter war abwesend

Der Schweizer Buchpreis ist mit 30’000 Franken dotiert. Die übrigen vier Finalisten Martina Clavadetscher, Urs Faes, Lukas Holliger und Julia Weber erhielten je 2500 Franken. Urs Faes blieb der Verleihung am Sonntag fern.

Grund sei ein Disput gewesen, den sich der Autor und ein Literaturkritiker am Samstagabend bei der Jubiläumsfeier zum 10-jährigen Bestehen des Buchpreises lieferten, berichtete Radio SRF. Eine Delegation von ehemaligen Buchpreisträgern und -trägerinnen verliehen am Sonntag, 12. November 2017, auf der Bühne ihrem Bedauern Ausdruck, dass Faes der Veranstaltung fernblieb

Der Buchpreis wurde im Foyer des Theater Basel vergeben. (Bild: Telebasel)

(sda)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Was geschah bisher

Mehr aus dem Channel

Auch interessant