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Die Grosschancen der Schweiz und die Höhepunkte eines Spiels, das trotz dem Endresultat von 0:0 spannend bis zum Schluss war. (Video Telebasel / Danny Scherz)

Basel

Embolo: «Erleichterung pur nach dem Schlusspfiff»

Die Schweizer Nationalmannschaft qualifiziert sich zum 11. Mal für eine Weltmeisterschaft. Das Team von Vladimir Petkovic zittert sich im Playoff-Rückspiel in Basel mit einem 0:0 nach Russland.

Es war nicht die grosse Euphorie nach dem Schlusspfiff im Joggeli. Weder bei den Nati-Fans noch bei den Spielern. Obwohl sich die Schweiz zum vierten Mal in Serie für die WM qualifizierte. Obwohl die Schweiz ein gutes Spiel auf einem schwierigen Rasen machte. Und obwohl die Schweiz eine bis dahin statistisch noch nie so gute WM-Qualifikation mit 10 Siegen aus 12 Partien absolvierte. Der eingewechselte Stürmer Breel Embolo beschrieb seine Gefühle nach dem Schlusspfiff mit den Worten: « Erleichterung pur.»

Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zu knapp und umkämpft war vor allem die zweite Halbzeit im Barrage-Rückspiel gegen Nordirland. Zu nah noch die Erinnerung, dass das Hinspiel nur dank eines geschenkten Handspenaltys mit 1:0 gewonnen wurde. Nach dem Hinspiel hätten die letzten 90 Minuten der Qualifikation in Basel zu einer reinen Formsache werden können. Doch weil die Schweizer ihre Torchancen nicht nutzten und nach dem Seitenwechsel stark nach liessen, mussten sie bis zum Schluss um die WM-Teilnahme bangen. In der 91. Minute rettete Ricardo Rodriguez auf der Torlinie und verhinderte so die Verlängerung.

Vom Regen durchtränkter Rasen

Die Schweiz hätte schon früh für klare Verhältnisse sorgen können. Auf dem vom Regen durchtränkten Rasen erspielten sich die Schweizer schon in der ersten halben Stunde zahlreiche Möglichkeiten. Haris Seferovic, Blerim Dzemaili, Xherdan Shaqiri und Steven Zuber verpassten aus idealen Positionen das 1:0. Seferovic bot sich in der 85. Minute nochmals eine gute Torchance, die er ebenfalls ausliess.

Die Nordiren ihrerseits waren deutlich aktiver als noch vor drei Tagen in Belfast. In den ersten drei, vier Minuten und speziell nach der Pause spielten sie druckvoll auf das Schweizer Tor: Die Gäste konnten in der zweiten Halbzeit sogar oft das Spieldiktat übernehmen und die Schweizer in die eigenen Platzhälfte zurückdrängen.

Vierte WM-Teilnahme in Folge

Trotz des zwiespältigen Auftritts in Basel verdiente sich die Mannschaft von Vladimir Petkovic die vierte WM-Teilnahme in Folge und die elfte insgesamt: Sie gewann inklusive Barrage zehn der zwölf Qualifikationspartien. Nur gegen den Europameister Portugal im abschliessenden Spiel der Gruppenphase resultierte eine Niederlage.

Die Gruppengegner für die WM (14. Juni bis 15. Juli) werden der Schweiz am 1. Dezember in Moskau zugelost. Die Schweizer sind im Topf 2 eingeteilt.

(sda Sven Schoch / Telebasel Stefan Plattner)

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