Das 40. Europäische Jugendtreffen der ökumenischen Gemeinschaft Taizé findet Ende Jahr in Basel statt. (Screenshot Youtube)
Basel

Gegen 20’000 junge Menschen zum Taizé-Treffen in Basel erwartet

Das 40. Europäische Jugendtreffen der ökumenischen Gemeinschaft Taizé findet Ende Jahr in Basel statt. Zur fünftägigen Veranstaltung werden 15'000 bis 20'000 junge Menschen erwartet.

Die Europäischen Jugendtreffen zum Jahreswechsel gelten als Etappen auf dem von Taizé ausgehenden ‹Pilgerweg des Vertrauens auf der Erde›. Die erste Begegnung dieser Art fand 1978 in Paris statt, die letzte in der lettischen Hauptstadt Riga. Nach Genf vor zehn Jahren ist Basel die zweite Schweizer Stadt, welche die Grossveranstaltung beherbergt.

Erstmals in drei Ländern

Erstmals ist das diesjährige Jugendtreffen zudem ein Trinationales, wie Vertreter der Taizé-Gemeinschaft am Donnerstag, 9. November 2017, in Basel vor den Medien sagten. Auch in Deutschland und Frankreich werden Familien, Wohngemeinschaften und Einzelpersonen die Gäste aufnehmen, von denen die meisten 18 bis 35 Jahre alt sind. Der Austausch zwischen Gästen und Gastgebern ist ein wichtiges Element der Treffen.

Noch ist die Suche nach Gastgebern im Gang. Die Ansprüche an sie sind bescheiden: Weil die Gäste einen Schlafsack mitbringen, braucht es pro Person nur gerade zwei Quadratmeter trockenen Fussboden, wie es auf der Webseite der Organisatoren heisst. Dazu kommen vier Morgen- und ein Mittagessen.

Anreise mit bis zu 280 Bussen

Zu den grossen logistischen Herausforderungen des Treffens zählen die Organisatoren namentlich auch den Transport. Die Gäste werden grösstenteils mit Bussen aus ihren Heimatländern ins Dreiländereck reisen. Deshalb werden dort am Morgen des 28. Dezember 250 bis 280 Cars erwartet.

Um ein Verkehrschaos zu verhindern, fährt nur ein Teil der Busse zur Basler St. Jakobshalle, dem eigentlichen Zentrum des Treffen. Die restlichen Cars lassen ihre Gäste in Saint-Louis F und Lörrach D aussteigen. Die Verteilung der jungen Menschen auf die Gastgemeinden folgt von den drei Ankunftsorten aus.

Einen grossen Teil ihrer Zeit verbringen die Teilnehmenden in Basel mit gemeinsamem Gebet, Gesang und Essen. Auch Workshops zu verschiedenen Themen stehen auf dem Programm. Für den Transport der Gäste aus den umliegenden Gemeinden nach Basel werden täglich zehn Extrazüge eingesetzt.

Die Teilnahme an dem von Einfachheit geprägten Jugendtreffen lassen sich die jungen Menschen im Schnitt 55 Euro kosten. Am wenigstens zahlen die Gäste aus der Ukraine mit 40 Euro. 80 Euro müssen dagegen Leute aus der Schweiz oder Deutschland entrichten.

Den jungen Menschen Mut machen

Zentrale Themen des Treffens sind beispielsweise Solidarität zwischen den Völkern, Frieden, Verständnis des Glaubens und soziales Engagement. Ziel sei es auch, den jungen Menschen in unsicheren Zeiten Mut zu machen und sie spüren zu lassen, dass sie nicht allein sind, hiess es an der Medienkonferenz.

Die europäischen Taizé-Treffen werden von der in Taizé in Ostfrankreich ansässigen ökumenischen Mönchsgemeinschaft organisiert. Diese wurde im Jahre 1940 von Frère Roger Schutz (1915-2005), einem Pastor aus dem Kanton Waadt, gegründet.

Bisher haben fast zwei Millionen junge Menschen aller christlichen Konfessionen an diesen Treffen teilgenommen. Die Treffen hatten ihre Blütezeit in den 1990er-Jahren, als im Durchschnitt 80’000 bis 100’000 Teilnehmer verzeichnet wurden. (sda)

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