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Die Ankunft der Spieler in Pratteln im Video, mit Stimmen von Vladimir Petkovic. (Sportnews-Beitrag vom 06.11.2017)

Schweiz

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Auf die Schweizer Nationalmannschaft warten diese Woche zwei wichtige Spiele, welche die Arbeit von zwei Jahren zunichte machen oder eben genau diese Leistungen mit einem Ticket an die WM in Russland belohnen könnte.

«Eigentlich habe ich gehofft, dass wir uns das nächste Mal für ein Freundschaftsspiel sehen. Nun ist es halt nicht so.», begrüsst Vladimir Petkovic die Journalisten am Montagnachmittag. Zwischen 12 und 13 Uhr mittags trudelten die Spieler der Schweizer Nationalmannschaft in Pratteln ein. Es ist seit über 10 Jahren das erste Mal, dass sich die Nati im Vorfeld eines Spieles nur in der Region Basel und nicht in Feusisberg vorbereitet.

Alles auf null

Für Vladimir Petkovic ist klar: bei diesen zwei Spielen ist es egal, wie viele Punkte seine Mannschaft in der Qualifikation geholt hat oder dass sie das Spiel gegen Portugal verloren haben. Beide Mannschaften beginnen wieder bei Null. «Wir müssen uns nun nur mit einer Mannschaft messen und einfach besser sein als diese.», erklärt der Cheftrainer der Schweizer Nationalmannschaft.

Es sind zwei Spiele, welche innerhalb von 180 Minuten zwei Jahre Vorbereitung, zwei Jahre tolle Arbeit und gute Leistungen zunichte machen könnte. So denkt der Nationaltrainer aber nicht. «Wir sind von allen europäischen Teams die Drittbeste, was der Punktestand anbelangt. Wir müssen garantiert nicht verstecken.» Das Ziel ist aber klar: Russland 2018.

Jeder macht, was ihm möglich ist

Während sich im Schweizer Kader Spieler befinden, welche alle in den höchsten Ligen Europas spielen, von Premier League über Bundesliga bis hin zur portugiesischen Liga, sind bei den Nordiren viele Spieler nicht einmal erstklassig. Viele spielen in der zweiten englischen Liga, manche sogar nur in der drittobersten Spielklasse.

Die nordirische Truppe ist vor allem wegen ihrem Nationalstolz und ihrer Mentalität erfolgreich, spielt sehr physisch und weniger technisch, kämpft. «Jedes Team macht, was ihm möglich ist.», meint Petkovic keineswegs abwertend zum Spielstil der Nordiren.

Frische Beine

Die Vorbereitungszeit auf diese zwei Spiele ist verglichen kurz. Petkovic vergleicht das Spiel nämlich mit einem ersten Spiel an einer Europa- oder Weltmeisterschaft. «Solche ersten Spiele sind immer wichtig. So ist es auch jetzt.» Der Unterschied läge nun aber in der Vorbereitung. Während die Mannschaft sich sonst vor einem grossen Turnier schon ein Dutzend Tage vorher einfindet, zusammen trainiert, sich als Mannschaft auf die wichtigen Spiele vorbereiten kann, bleiben dem Trainer jetzt nur Stunden.

Auch wenn der Nationaltrainer im Normalfall auf Spieler setzt, welche auch in ihren Clubs zum Zuge kommen, so ist er jetzt auch froh, dass Spieler wie Ricardo Rodriques am Wochenende bei ihren Vereinen geschont wurden. «Es ist für mich jetzt positiv, wenn ein Spieler sein letztes Spiel vor 10 Tagen bestritten hat als erst gestern.»

Telebasel ist für Sie live in Nordirland mit dabei. Auf telebasel.ch und in unserer App können Sie von Abflug nach Belfast bis über den Live-Ticker des Spieles mit der Schweizer Nationalmannschaft dabei sein und diese in der WM-Barrage verfolgen.

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