Featured Video Play Icon
Der Telebasel Report vom 1. November 2017.

Basel

Adrenalin pur!

Salto, Schraube, hoch und runter – die Herbstmesse ist nichts für schwache Nerven! Aber was bedeutet das eigentlich? Was passiert denn in unserem Körper, wenn wir durch die Lüfte fliegen? Antworten liefert der Report.

Er hat die Höchste, der andere die Schnellste und wieder ein anderer die Längste: Wenn es um ihre Messe-Attraktionen geht, schmeissen die Betreiber mit Superlativen nur so um sich.

Für Adrenalin-Junkies ist dies natürlich ein gefundenes Fressen: Auf der Konga zum Beispiel, der neusten Attraktion auf dem Messeplatz, braust man mit über 120 km/h über den Messeplatz – Messerekord!

Die Maxximum 2 auf dem Kasernenareal hingegen bietet eine Beschleunigung vom fünffachen Körpergewicht (5G) – Messerekord! Und der gute alte Free Fall Tower punktet natürlich mit seiner Höhe – 80 Meter – Messerekord!

Die «Konga» auf dem Messeplatz ist gemäss Angaben der betreibert mit 120 km/h die schnellste Bahn der Messe. (Bild: Telebasel)

Was passiert mit dem Körper?

Der delikate Mix aus Höhe, Geschwindigkeit und G-Kräften bleibt natürlich nicht ohne Auswirkungen auf unseren Körper. Aber welchen? «In erster Linie steigt natürlich mal der Puls rasant an. Gar nicht mal so sehr wegen der Belastung, sondern wegen der Aufregung», sagt Arzt Folke Peters von den Mobilen Ärzten.

Untersuchungen hätten gezeigt, dass der Adrenalin-Ausstoss, der für den Puls-Anstieg verantwortlich ist, VOR der eigentlichen Belastung am höchsten ist. «Der eigentliche Fall beim Spin Tower zum Beispiel ist für den Körper eigentlich gar kein Problem», sagt Peters. Aber die Ungewissheit erst – auf 80 Metern Höhe notabene! «Wann geht’s los? Wann falle ich runter? Das lässt meinen Puls ansteigen».

Welche der drei Bahnen beim Report-Selbstversuch den höchsten Puls verursacht hat, sehen Sie im Report vom 1. November 2017.

Rahel Bircher (l.) und Folke Peters (r.) von den Mobilen Ärzten begleiten Report-Mann Nicolas Bieri bei seinen Tests.(Bild: Telebasel)

Vorher essen oder nicht?

Folke Peters von den Mobilen Ärzten räumt unter anderem auch mit einigen Halb-Weisheiten rund ums Bahn-Fahren auf. «Bahnen? Immer nur mit nüchternem Magen!» schwören die einen. Die anderen setzen keinen Fuss auf eine Bahn, ohne vorher gegessen zu haben.

Folke Peters: «Da muss jeder seinen Körper kennen – richtig oder falsch gibt es hier nicht. Was man sicher nicht tun sollte, ist, sich den Magen vollzuschlagen». Wer den Magen bis zum Anschlag füllt, müsse sich nachher nicht beschweren, wenn der Schliess-Reflex nicht mehr ordentlich funktioniere.

Kommt es denn auch darauf an, was man isst? «Jein», sagt Folke Peters: «Generell sollte man halt schwere Kost vermeiden. Sachen, die aufliegen, fettig sind». Wenn jemand aber auch sonst beim Fondue oder Racelette keine Probleme mit der Verdauung hat, der könne sich auch vor einer Bahn-Fahrt problemlos etwas Käsiges gönnen.

Essen oder nicht essen? Report-Produzent Nicolas Bieri und Arzt Folke Peters entscheiden sich für ESSEN! (Bild: Telebasel)

Augen auf oder Augen zu?

Ähnlich viele Mythen ranken sich um das Verhalten AUF der Bahn. Von «völlig locker lassen» bis hin zu «möglichst alles anspannen» hört man auch hier alles. Allgemeingültige Antworten gibt es auch hier nicht, aber dennoch kann man einiges beachten, sagt Folke Peters:

Anspannen oder locker lassen?
«Gerade bei ruppigen Bahnen, wie beispielsweise der Maxximum kann es durchaus helfen, wenn man den Kopf an die Lehne drückt. So verhindert man, dass es einem den Kopf nach hinten schlägt. Ansonsten kann, wer mag, Beine und Arme auch hängen lassen»

Augen zu oder Augen auf?
«
Hier reagiert jeder etwas anders. Generell kann man aber schon sagen, dass die Augen ein wichtiger Faktor dafür sind, was im Magen passiert. Wenn es schüttelt und rüttelt im Sichtfeld hat das Auswirkungen auf das Gleichgewichtsorgan. Auch hier nehme ich die Maxximum als Beispiel, wo es vielleicht schon hilft, wenn man die Augen schliesst und das ganze Gewackel nicht mit ansehen muss. Viele Leute brauchen aber auch einen Punkt, den sie fixieren müssen, um sich wohl zu fühlen. Das geht also auch.»

Die Maxximum auf dem Kasernen-Platz macht ihrem Namen alle Ehre: Ihre 5G sind das Maximum, das der TÜV erlaubt. (Bild: Telebasel)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Mehr aus dem Channel

Auch interessant