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Roger Brennwald im Interview mit Telebasel. (Bild: Keystone)
Basel

«Die besten Swiss Indoors der Geschichte»

Turnierpräsident Roger Brennwald äussert sich fast euphorisch in seiner Bilanz. Nächstes Jahr muss er tief in die Tasche greifen für die Eröffnung der neuen Joggelihalle im Innenbereich und macht sich so seine Gedanken zur Zukunft mit Rafael Nadal.

Trotz den kurzfristigen Absagen vor dem Turnierstart von Weltnummer 1 Rafael Nadal und Topspieler Nick Kyrgios, spricht Präsident und Gründer Roger Brennwald kurz vor dem Final der Swiss Indoors im Medienzentrum, von der besten Ausgabe der 48-jährigen Geschichte seines Turniers.

Die top-besetzten Halbfinals

Ein Grund dafür seien die sportlichen Leistungen. Er habe den bislang besten Roger Federer je an den Swiss Indoors gesehen. «Roger Federer hat alles überragt, er hat seine Gegner schwindlig gespielt. Warten wir aber mal noch den Final ab.»

Zum ersten Mal seien ausserdem die vier topgesetzten Spieler allesamt im Halbfinal gestanden: Roger Federer, Marin Cilic, David Goffin und Juan Martin Del Potro. Die ersten drei sind Top-Ten Spieler, Del Potro ist die Weltnummer 19 und dürfte nach seinem Final-Einzug in Basel weiter vorrücken.

Die Zuschauerzahlen

Kein Wunder, nach einem Jahr 2016 ohne Roger Federer, stiegen die Zuschauerzahlen wieder an. Aber nur um die Zahl 1’000. Insgesamt waren 71’900 Zuschauer zu Gast , was aber kein Rekord sei, so Brennwald. Die Qualifikation am Wochenende sei weit weniger gut besucht, als beispielsweise vor 20 Jahren.

Zukunft eher ohne Nadal

Nach dem der Spanier Rafael Nadal in 5 Jahren dreimal das Turnier abgesagt hat, macht sich Brennwald nun so seine Gedanken. Er habe ja schon vor dem Turnier gesagt, «es komme ihm etwas spanisch vor, es sei ein Casino-Spiel mit Nadal.» Er werde auf sein Bauchgefühl hören in den nächsten 2-3 Wochen: «Let’s see, es ist sicher nicht Priorität 1.» Ein Bemühen um eine weitere Verpflichtung von Nadal tönt anders.

Dafür seien die Swiss Indoors so gut aufgestellt, dass der 71-Jährige überzeugt ist, der Tennis-Weltverband ATP gebe seinem Turnier auch für die Jahre 2019 und 2020 wieder die Marke eines ATP 500-Turniers, also der dritthöchsten Klasse nach den Grand Slams und den ATP 1000-Turnieren. Brennwald hat diese Woche auch den ATP-Chef Chris Kermode persönlich getroffen in Basel. Dieser habe den besonderen Tennis-Spirit in der Joggelihalle gespürt und gesehen wie gut die  «grosse Familie der Swiss Indoors funktioniere.» Der Entscheid der ATP fällt Mitte November nach den World Tour Finals. Eine Herabstufung der Swiss Indoors wäre eine böse Überraschung.

Eine Million für die neue Halle

Am 22. Oktober 2018 wird die neue Joggelihalle mit dem «Super Monday» der Swiss Indoors offiziell eröffnet. Schon dieses Jahr war Vieles neu rund um den Center Court, zum Beispiel das Foyer und der Eingangsbereich. Nächstes Jahr wird auch die Halle innen anders aussehen. Komplett anders, aber ein Tennisnetz werde es weiterhin haben, sagt Brennwald mit einem Lachen. Die Vorfreude hält sich noch in Grenzen, da primär viel Arbeit anstehe.

Mindestens eine Million Franken müsse sein Unternehmen in die Hand nehmen, um sich an die Neuerungen anzupassen. Es seien hohe Investitionen gefordert im Bereich der Materialen. Den Anfang haben dieses Jahr bereits die neuen LED-Werbebanden rund um den Center Court gemacht. Im Gegenzug wird Brennwald mehr Tickets verkaufen können. Mit 500 Plätzen mehr rechnet er und sagt: «Diese können wir gut gebrauchen».

Dann wäre ein neuer Zuschauerrekord wohl möglich. Dazu müsste aber Roger Federer gesund sein und wieder antreten. Denn wie Brennwald zu Beginn seines Fazits sagte: «Er überragt alle.»

Immerhin: Die Swiss Indoors haben mit dem Maestro ja bis 2019 einen Vertrag.

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