(Bild: Telebasel)

Basel

«Mehr als Süss»

Ob im Tee, auf dem Brot oder sonst als Süssungsmittel, Honig mag so gut wie jeder. Einer, der so richtig fasziniert ist von dem ‹flüssigen Gold›, ist Michael Mildner. Er beschäftigt sich schon seit Längerem mit verschiedenen Honig-Sorten und den Arten der Herstellung. Am Mittwoch, 25. Oktober 2017 organisierte er im Teufelhof in Basel eine Alpenhonig-Degustation.

Als Michael Mildner vor ungefähr drei Jahren einen Buchweizen-Honig probierte, war er fasziniert vom Geschmack und vor allem vom speziellen Aroma. So begann seine Faszination für den Honig sowie dessen Herstellungsprozess. Er informierte sich über die Vielfalt von Schweizer Honig und probierte einige Hundert verschiedene Sorten.

Auf die Frage, warum genau er sich vor allem mit Alpenhonig beschäftigt, erklärte Mildner, dass ihm vor allem die Schönheit wie auch die Kargheit der Alpen gefalle. In den Alpen sei die gesamte Honigproduktion viel schwieriger als im Mittelland, die Imker würden weniger Ertrag erhalten, aber die Landschaft, das Klima und die Vegetation sind einzigartig und ergeben einen ganz besonderen Honig.

«Ohne Leidenschaft gibt es keinen guten Honig»

Mit seiner Firma ‹alpuris› und auf der Website von Swiss Alpine Honey vertreibt Michael Mildner unterschiedliche Sorten Alpenhonig von verschiedenen Imkern. Jeden einzelnen Imker hat Mildner ausgesucht und alle Honigsorten hat er handverlesen. Um den Profit ginge es ihm nicht, er wolle einfach den besten Honig einer Region finden und das noch bei einem Imker seines Vertrauens. Hauptkriterium ist, dass die Imker ihre Arbeit leidenschaftlich machen. «Ich muss Leidenschaft spüren, denn ohne Leidenschaft gibt es keinen guten Honig», sagt Mildner. Das Motto seiner Firma heisst «rein und rar», denn so sollen alle seine Produkte sein. Er verkauft nicht nur Honig, sondern auch Körperpflegeprodukte und auch Kosmetik, aber natürlich ziehen sich die Themen Bio, Bienen und Honig durch alle Produkte.

Michael Mildner selbst ist beruflich nicht im Honiggeschäft tätig – er betreibt ‹alpuris› als Hobby. Aus seinem Alltagsjob kann Mildner den Kommunikations- sowie Marketing-Aspekt zu seiner Firma beitragen. Er ist es deshalb auch, der einen Event wie diese erste Basler Alpenhonig-Degustation organisiert. Mildner erzählt, dass er auch bereits Anfragen für Zusammenarbeiten aus verschiedenen Kontinenten erhalten habe. Bisher hat er aber auf solche Kooperationen verzichtet.

Impressionen von der Ausstellung und das Interview mit Michael Mildner. (Video: Telebasel)

Alleine war Michael Mildner am Mittwoch, 25. Oktober, aber nicht im Teufelhof. Er hat einen seiner Top-Imker mitgebracht, Gion Grischott. Der einzige alpine Schweizer Imker, der mit dem BioGourmet-Label ausgezeichnet wurde. Seine Imkerei hat Grischott in Pignia, Graubünden.

In jeder Jahreszeit produzieren die Bienen anderen Honig, je nachdem, was gerade blüht, erzählt Grischott Telebasel. Auch er betreibt die Imkerei als Hobby, aber von den Kindern bis zu den Grosseltern seien alle involviert und würden fleissig helfen. Die Bienen seien eine Leidenschaft von ihm, sagt er. Das Geschäft sei kein Thema für ihn. Seit 20 Jahren betreibt er seine Imkerei schon und sein Hauptziel ist, dass es den Tieren gut geht. Verkaufen würde er den Honig hauptsächlich an Michael Mildner, aber auch an Gourmetköche wie Andreas Caminada. Grischott arbeitet nach dem Prinzip «s’ het solang’s het».

Das Gespräch mit dem Imker Gion Grischott. (Video: Telebasel)

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