Die Regierung hat die Richtplanrevision am Freitag in die öffentliche Vernehmlassung gegeben. (Grafik: richtplan.bs.ch)

Basel

Basler Richtplanrevision soll neuen Arbeits- und Wohnraum schaffen

Mit einer Richtplanrevision will die Basler Regierung Raum schaffen für das künftige Wachstum des Stadtkantons mit seiner dynamischen Wirtschaft. Die Revision bildet die planerische Grundlage für 30'000 neue Arbeitsplätze und 20'000 zusätzliche Einwohnerinnen und Einwohner bis 2035.

Im Stadtkanton mit seinen 37 Quadratkilometer sind freie Flächen rar. Dennoch sei Basel alles andere als fertig gebaut, sagte Bau- und Verkehrsdirektor Hans-Peter Wessels am Freitag vor den Medien. Mit einer «ausgewogenen Gesamtstrategie» will die Regierung innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets die Attraktivität und Lebensqualität steigern.

Die Ausgewogenheit besteht namentlich auch aus ökologischen Gründen darin, dass der Richtplan sowohl neue Arbeitsplätze wie auch zusätzlicher Wohnraum ermöglicht: Dies soll das Wachstum der Pendlerströme bremsen. Grösstes Potenzial für eine solche Entwicklung bieten in Basel sogenannte Transformationsareale, die bisher ausschliesslich zum Arbeiten genutzt wurden.

Solche Areale wie Rosental, Wolf, äusseres St. Johann, VoltaNord, Klybeck oder Felix Platter bieten für die künftige Entwicklung Basels das grösste Potenzial. Für ihre Umgestaltung sind die Arbeiten bereits im Gang.

Weitere Massnahmen sind neben Aufzonungen innerhalb des Siedlungsgebiets auch punktuelles Wachstum in die Höhe sowie die bessere Ausnutzung von Flächen. Verdichtung ist schon im bestehenden Richtplan eine Vorgabe. Deren Bedeutung werde nun im revidierten Richtplan inhaltlich geschärft, hiess es an der Medienkonferenz.

Auf Nachbarschaft abgestimmt

Abgestimmt ist die Richtplanrevision laut den Verantwortlichen auch auf die Entwicklung im Nachbarkanton Baselland und im angrenzenden Ausland. Die aktuelle Revision betrifft mit Ausnahme des Herzstücks der Regio-S-Bahn ausschliesslich die Siedlungsentwicklung. In den beiden kommenden Jahren sollen auch die Bereiche Umwelt, Agglomerationsprogramm und Mobilität aktualisiert werden.

In den letzten zehn Jahren hat die Zahl der Arbeitsplätze in Basel-Stadt weitaus stärker zugenommen als die Bevölkerung. Aktuell verfügt Basel über rund 190’000 Arbeitsplätze und 198’000 Einwohner. Ob das mit der Richtplanrevision vorgesehene zusätzliche Potential ausgeschöpft wird, hänge namentliche von der wirtschaftlichen Entwicklung und Investoren ab, hiess es weiter.

Der Entwurf für die Revision des Richtplans liegt nun öffentlich auf. Die Vernehmlassung dauert bis zum 12. Januar. Danach muss auch noch der Bundesrat der Revision zustimmen. Der Richtplan ist das übergeordnete behördenverbindliche Planungsinstrument des Kantons.

(sda)

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