Typisches Bild in Rocinha, Brasilien. Das Armenviertel wird häufig zum Schauplatz von Konflikten zwischen rivalisierenden Drogendealern. (Keystone)

International

Versehentlich spanische Touristin erschossen

In Rio de Janeiro hat die Polizei versehentlich eine spanische Touristin erschossen. Die tödlichen Schüsse fielen nach Angaben der Polizei am Montag, 23. Oktober in Rocinha, dem grössten Elendsviertel der brasilianischen Metropole.

Nur eine Stunde zuvor waren in der Favela zwei Polizisten durch bewaffnete Auseinandersetzungen mit Rauschgifthändlern verletzt worden. Die 67-jährige Spanierin sei in einem Touristenjeep unterwegs gewesen, der in Rocinha «eine Strassensperre der Polizei durchbrach», teilte die Polizei mit.

Nicht klar gewesen, dass es Touristen waren

Daraufhin hätten die Einsatzkräfte das Feuer eröffnet. Ihnen sei nicht klar gewesen, dass es sich bei den Insassen des Jeeps um Touristen handelte.

Die Spanierin erlag später im Spital ihren Verletzungen. Nach eigenen Angaben hat die Polizei bereits interne Ermittlungen eingeleitet.

Schauplatz von Konflikten

Fast 100’000 Menschen leben in Rocinha auf engstem Raum. Fast täglich wird das Armenviertel zum Schauplatz von Konflikten zwischen rivalisierenden Drogendealern. Touristen wird stark davon abgeraten, sich in den Favelas aufzuhalten.

(sda afp)

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