Das Kulturfestival ‹Culturescapes› steht dieses Jahr im Zeichen von Griechenland (Bild: Facebook / Culturescapes)

Basel

Ein Kulturfestival im Zeichen von Griechenland

Das Festival ‹Culturescapes› steht dieses Jahr ganz im Zeichen von Griechenland und erstreckt sich mit seinem zweimonatigem Programm über die ganze Schweiz.

Seit 13 Jahren setzt sich das multidisziplinäre Kulturfestival ‹Culturescapes› dafür ein, durch das Erleben von Kunst neue kulturelle Landschaften zu öffnen und geht dabei jedes Jahr eine neue Partnerschaft mit einem anderen Land oder einer Stadt ein. Die erste Zusammenarbeit fand im Jahre 2003 mit Georgien statt, danach folgten unter anderem Armenien, die Türkei, Aserbaidschan, China, Moskau, Tokio und zuletzt im Jahre 2015 Island. Nach einer Pause im Jahr 2016 fand dieses Jahr eine Kooperation mit Griechenland statt.

(Bild: Facebook / Culturescapes)

15 Städte in und an der Grenze der Schweiz

Neben den 15 Städten in und an der Grenze der Schweiz, unter anderem Bern, Luzern, Zürich, Lörrach und Liechtenstein, bietet auch Basel ein abwechslungsreiches Programm an diversen Lokalitäten in und um Basel herum.

Von Verkostungen griechischer Spezialitäten über Lesungen an der Universität Basel zu Kochkursen und Theaterperformances hat das kulturelle Festival ‹Culturescapes› in Zusammenarbeit mir Griechenland einige interessante Dinge zu bieten.

Am 5. Oktober 2017 eröffnete das Festival in Basel mit der körperbetonten Performance ‹The Great Tamer› vom Athener Regisseur, Choreograf, Performer, Bühnen- und Kostümbildner Dimitris Papaioannou, aufgeführt in der Kaserne Basel.

Eröffnungs-Performance ‹The Great Tamer› in der Kaserne Basel (Bild: Facebook / Culturescapes)

Abwechslungsreiches Programm

Zum Programm gehört unter anderem der international bekannte Krimi-Autor Petros Makaris, welcher im Rahmen der BuchBasel am 11. November aus seinem Werk ‹Griechenland: Krise und kein Ende?› lesen wird. «Nirgends sonst lernt man soviel über Griechenland wie in Petros Markaris Krimis», schreibt die Berner Zeitung über den zeitgenössischen griechischen Schriftsteller. Der auch als politischer Kommentator gefragte Autor spricht zusammen mit seinem jungen Kollegen Nikos Erinakis und dem langjährigen Griechenlandkorrespondenten Werner van Gent über die aktuelle Lage in Griechenland.

Petros Makaris (Bild: Wikipedia / zVg)

Seit dem 19. Oktober ist im Antikenmuseum die dauerhafte Ausstellung ‹Decline of Heroes›, kuratiert von Kateryna Botanova, zu sehen. Die Ausstellung zeigt zeitgenössische künstlerische Sichtweisen auf die Rolle der Helden und wie sie sich mit den antiken Vorstellungen überschneiden. Auch behandelt werden Identitäten und Ideale, die durch mehrere Krisen, die das Land getroffen haben, erschüttert wurden. Im Rahmen eines Künstlergespräches treffen Künstler und Kuratoren zusammen, um die Praktiken und die künstlerische Landschaft Athens zu diskutieren.

Die Ausstellung ‹Decline of Heroes› (Bild: Facebook / Antikenmuseum Basel)

In der Markthalle Basel werden ‹Skioufichta›-Kochkurse und Verköstigungen für Geniesser angeboten. Der Festival-Koch Stavros Chrysafidis kocht zusammen mit den Teilnehmern traditionelle griechische Pasta ‹Skioufichta›, Spätzli-ähnliche Teigwaren aus Kreta, und mit Festival-Koch Stavros Chrysafidis werden griechische Weine und Olivenöle getestet.

‹Skioufichta›-Kochkurs in der Markthalle Basel (Bild: Facebook / Culturescape)

‹Culturescapes› widmet sich auch cinematographisch dem sagenumwobenen Island. Das Stadtkino Basel zeigt diverse moderne griechische Filme, bei welchen die Qualität moderner griechischer Filme sichtbar wird.

In der Kaserne Basel werden verschiedene Performances von griechischen Tanz, Theater- und Performancegruppen aufgeführt. Am Sonntag, 22. Oktober findet die Premiere ‹Money Piece I (Comedy)› unter der Regie von Marcel Schwald statt. Die als griechisch-schweizerische Zusammenarbeit entstandene Gruppenarbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die zunehmende Ökonomisierung des westlichen Alltags im Denken und Verhalten der Menschen niederschlägt. Das Stück behandelt vor allem die Frage des Geldes, die Einkommenschancen und der ‹Sparhintergrund› der jeweiligen Protagonisten sowie die Frage, welche Spuren ihr Verhältnis zu Geld in ihrem Körper hinterlassen hat. Eine Komödie, Satire und dokumentarische Kunst mit historischen und zeitgenössischen Stilmitteln.

Probenbild aus Athen von ‹Money Piece I (Comedy)› (Bild: Facebook / Culturescape ©Zoe Hatziyannaki)

Das kulturelle Festival ‹Culturescapes› Griechenland dauert noch bis am 3. Dezember.

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