Featured Video Play Icon
Der Telebasel Report vom 18. Oktober 2017.

Basel

Innenstadt 2.0

Während die Online-Umsätze seit Jahren kontinuierlich steigen, befinden sich die Detailhandels-Umsätze im Sinkflug. Wer sich gegen Web-Shops behaupten will, braucht innovative Konzepte – sei es als Laden oder als Stadt. Der Report zeigt, wie es diesbezüglich in Basel steht.

In den zehn Jahren von 2005 bis 2015 hat die Anzahl im Detailhandel beschäftigter Arbeiterinnen und Arbeiter in Basel um sage und schreibe 15 Prozent abgenommen. Einst stolze 11‘300 Mitarbeitende sind heute auf knapp 9‘500 geschrumpft.

Die Gründe sind klar: Die Konkurrenz aus dem grenznahen Ausland sowie die immer stärker werdenden Online-Händler. Diese freuen sich über jährliche Zuwachsraten um die 8 Prozent – gesamthaft beträgt das Marktvolumen bereits über 8 Milliarden Schweizer Franken.

Vor allem Hauselektronik und Fashion-Produkte laufen online besonders gut. (Grafik: Telebasel)
Ein Bild, an das man sich in Basel mittlerweile gewöhnt hat. (Bild: Telebasel)

Innovative Ladenkonzepte gefordert

Was tun also, fragt sich mancher Ladenbesitzer in der Innenstadt: «Gefragt sind neue Konzepte», sagt Pro-Innerstadt-Geschäftsführer Matthias Böhm: «Einfach Hemden verkaufen, von denen jeder Kunde schon 10 zu Hause hat, reicht halt einfach nicht mehr». Unsere Gesellschaft sei mittlerweile vollends im Wohlstand angekommen. Da gehe es nicht mehr darum, sich endlich ein Hemd leisten zu können. Das könne sich längst fast jeder leisten.

Heute ginge es um dieses eine, ganz spezielle Hemden: «Vielleicht mit eigens ausgesuchten Manschettenknöpfen oder direkt vor meinen Augen geschneidert – einfach einzigartig», sagt Böhm.

Das Kleinbasel machts vor: Kleine Shops, in denen man den Künstlern beim Arbeiten zusehen kann, liegen im Trend. (Bild: Telebasel)

Kleinbasel macht vor, wie’s geht

Kapiert haben dies vor allem viele kleine Läden im Kleinbasel. Viele davon haben sich im Verein REH4 zusammengetan. In ihrem Revier, dem Kleinbasel links und rechts der Feldbergstrasse, sind in den letzten Jahren über 50 Shops, Cafés, Bars oder Galerien entstanden, die allesamt mit überraschenden Konzepten aufwarten.

Da ist zum Beispiel Stoff und Brot, ein Laden, in dem gleichzeitig hochwertige Stoffe wie auch Brot verkauft werden. Im AhoiAhoi-Shop an der Greifengasse wird der Laden mit einem Projektraum verbunden. Dort präsentieren jeden Monat neue Künstler und Designer ihre Produkte. «So lernt man nicht nur die Produkte kennen, sondern auch die Menschen, die dahinter stehen», sagt etwa AhoiAhoi-Inhaberin Josina Schiff.

Retail-Experte Thomas Bretscher begutachtet den leeren Barfi: «Der bekannteste Platz Basels darf nicht leer sein». (Bild: Telebasel)

Veränderungen sind aber nicht nur auf Laden-Ebene gefordert. Auch Innenstädte für sich müssen sich überlegen, wie sie für Flaneure wieder interessant werden. Wie das in Basel gelingen soll, dass sehen Sie im Report vom 18. Oktober 2017. 

4 Kommentare

  1. Hallo telebasel,
    macht doch mal eine Reportserie über die kleinen Läden in Basel, die sich seit Jahrzehnten bemühen zu überleben. Zum Teil in kleineren Gässchen, wie zum Beispiel das Gerbergässlein mit LaCucina und Bücherwurm etc., ausgezeichnete Beispiele dafür. Das würde mal zeigen, welche Anstrengungen es braucht um einen Laden mit Charakter und Esprit zu erhalten.Report

  2. Wenn jetzt schon wieder die Parkhaus-Tarife in der Basler Innenstadt erhöht werden, kaufe ich doch lieber in der Aglomeration, inkl. Ausland ein, wo ich erst noch Gratisparken kann.
    Oder besser gleich bequem Online im Internet einkaufen.

    Stadt Basel Du hast leider Nichts verstanden… !Report

    1. Ich muss mich einfach fragen, ob der Kunde sich wie in einem Wohnzimmer fühlen will, wenn er Kleider shoppen möchte. Da kann er doch auch in seinem eigenen Wohnzimmer bleiben und er hat eine Warenauswahl, welche das Ladenlokal von PKZ um Welten übersteigt. Solange man dies als Innovation glaubt zu haben, ist man sicher auf dem falschen Weg. Die Ansätze bei der Freie Strasse aber auch beim Barfüsserplatz sind jedoch richtig.Report

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Auch interessant