Altlantis-Geschäftsführer Zeljko Mitic will wieder mehr Konzerte im Traditions-Club. (Bild: zVg)

Basel

Neues ‹-Tis› mit Retro-Feeling

Seit August 2017 führt der 31-jährige Zeljko Mitic das Traditionslokal Atlantis am Klosterberg. Sein Ziel: Der Jungunternehmer will das altehrwürdige ‹-Tis› vermehrt mit Konzerten bespielen, ohne auf das gastronomische Angebot verzichten zu müssen.

«Das war eine kleine Tellerwäscherkarriere», sagt Zeljko Mitic (31) über seinem gastronomischen Werdegang. Obwohl, als Tellerwäscher war der Basler nie wirklich tätig. Die gastronomische Erfahrung habe er sich «quasi im Selbststudium» angeeignet. Mit 31 Jahren ist er nun Geschäftsführer des Atlantis und will mit der Rückbesinnung auf alte Zeiten, ein modernes Neues schaffen.

Will wieder mehr Live-Musik im Traditionslokal Atlantis: Geschäftsführer Zeljko Mitic. (Bild: zVg)

Vom Hinterhof zum Atlantis-Chef

Ursprünglich absolvierte Mitic eine Chemie-Lehre bei einem Pharmaunternehmen. «Einige Skills vom Gelehrten kann ich durchaus auch noch heute in der Gastronomie einsetzen», sagt der junge Basler mit einem Schmunzeln. Vielmehr hätten ihm aber sein anschliessendes Studium in Germanistik und Geschichte an der Uni Basel geholfen, unternehmerisch zu denken. Dazu kam: Sein Studium finanzierte er mit Jobs im Gastgewerbe.

Ein Jahr nach dem Start des Projektes ‹Hinterhof› (welches mittlerweile Geschichte ist) sei er involviert gewesen, habe auf allen erdenklichen Positionen gearbeitet. Zuletzt in der gastronomischen Leitung. Danach folgte ein erfolgloses Projekt im St Johann: die Bar Brut. «Die Idee war, ein Kaffee-Lokal mit einer Cocktailbar hochzuziehen», sagt Mitic. Die Bar existiere nach wie vor, jedoch nur noch als Kaffeelokal. Vor dem Wechsel zum ‹-Tis› war Zeljko Mitic Chef der Bar und Programmleiter im Des Arts am Barfi. Da seien auch die ersten Kontakte zum Atlantis geknüpft worden.

«Für mich ist es Glück und Herausforderung»

Vorgängerin von Mitic war Claudia Danuser. Die bekannte Gastronomin verliess das Atlantis beinahe unbemerkt, wie die ‹bz Basel› schreibt, und wird ab dem 16. Oktober 2017 Geschäftsführerin des Restaurants Kunsthalle antreten.

Zwar war Mitic bereits seit Februar 2017 im Atlantis als «Brückenbauer zwischen Gastronomie und Musikangebot». Mit dem freiwilligen Abgang Danusers wurde im Sommer Mitic als Nachfolger von den Atlantis-Eigentümern bestimmt.

Ein Musiklokal mit Restaurant und Bar

Das Problem des Atlantis’ vor Mitic sei gewesen, dass sich die beiden Besuchergruppen Konsumenten im Restaurant und Musikliebhaber «gebissen haben». In Zukunft soll der Gast im Wissen kommen, dass es neben dem Gastroangebot auch ein Musikangebot gibt. Auf Letzeres soll der Fokus vermehrt gerichtet werden.

Das Musiklokal Atlantis

Bisher habe sich «noch» nicht viel geändert. Die Köche seien immer noch die Gleichen. Lediglich das Service-Team habe gewechselt. «Wir wollen eine ähnliche Küche wie bisher, das Angebot passen wir aber ein bisschen an.» So soll zwischen dem klassischen Essen auch Mal etwas aussergewöhnliches angeboten werden.

Ganz wichtig: Die Trennung von Restaurant, Barbereich und Konzertveranstaltungen soll aufgehoben werden. «Es soll vielmehr das Gefühl entstehen im ‹Musiklokal› Atlantis zu sein.»

Der perfekte Atlantis-Abend

Erreichen will der Basler Geschäftsführer das neue Atlantis-Erlebnis mit allen Facetten des bisherigen ‹-Tis’›. Jedoch soll die Musik vermehrt in den Vordergrund rücken. Bereits jetzt werde das Lokal vermehrt mit Konzerten bespielt. «Vor allem Schweizer Pop und Rock stehen bei uns im Fokus. Jedoch sind wir für jede coole Band offen.»

Im Moment sei im Schnitt mindestens ein Konzert pro Woche im Angebot. «Jedoch ist klar, dass wir mehr Konzerte anbieten möchten. Forciert wird von unserer Seite aber nichts.» Vielmehr lenke die Nachfrage das Angebot. Daraus resultiere auch die Zielgruppe. Von 18 Jahren, altersmässig nach oben offen, seien alle Gäste willkommen. «Hauptsache,  musikbegeistert», sagt Mitic.

Geht die Rechnung auf, würde das ‹neue› Atlantis so funktionieren: «Der perfekte Atlantis-Abend wäre, wenn ein Gast für ein Bier um 17 Uhr ins Lokal kommt und dann überraschend zufrieden nach dem Konzert mit vollem Bauch aus dem ‹-Tis› geht», sagt Mitic.

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