(Symbolbild: Keystone)

Schweiz

Eine fehlende Rettungsgasse kann Menschenleben kosten

Ein junger Basler Sanitäter hat eine Kampagne lanciert um Autofahrer zu sensibilisieren. Unterstützt wird er vom Kanton Bern und dem Bund, vom Kanton Basel-Stadt aber nicht.

Der 20-jährige Lehrling und Sanitäter Pascal Rey will, laut der ‹bz Basel›, mit seiner Kampagne Autofahrer auf die Wichtigkeit der Rettungsgasse in Notfallsituationen aufmerksam machen.

Oft haben Einsatzkräfte Mühe, den Unfallort zu erreichen, wenn sich davor die Autos stauen. Dies kann einen Schwerverletzten die sofort nötige Hilfe kosten, schreibt die ‹bz›. Eine Rettungsgasse würde dieses Problem lösen, ist sich Pascal Rey sicher.

Bildung einer Rettungsgasse

Rettungsgassen werden gebildet, indem Fahrzeuge auf der linken Spur nach links ausweichen, diejenigen auf der mittleren oder rechten Spur nach rechts. Der Abstand zum Wagen davor muss gewahrt werden. Somit entsteht eine Gasse, durch die die Rettungsfahrzeuge die Unfallstelle ohne Probleme erreichen können und so allfällige Opfer schneller erreicht werden.

Pascal Rey ergreift die Initiative

Der junge Basler hat sich bereits die Unterstützung des Bundesamts für Strassen (Astra) und die fachliche Hilfe der Berner Kantonspolizei gesichert, berichtet die ‹bz›. Die Berner Polizei hat die gesamte Kampagne abgesegnet und werde die Kampagne selbst benutzen.

Pascal Rey arbeitet ehrenamtlich und hat dabei schon einige kritische Situationen erlebt. «Wenn dank der Kampagne auch nur ein Leben mehr gerettet werden kann, hat sich der Aufwand gelohnt.», sagt der junge Sanitäter gegenüber der ‹bz›. «Viele haben von der Rettungsgasse gehört, wissen aber nicht, wie sie sich im Ernstfall verhalten sollen. Oft ist den Leuten nicht bewusst, dass ohne Rettungsgasse Schwerverletzte sterben könnten, weil es zu lange dauert, bis die Rettungskräfte vor Ort sind.»

Basel machts lieber selbst

Das Sicherheitsdepartement Basel-Stadt habe gemäss der ‹bz› auf Reys Anfrage nach Unterstützung verhaltener reagiert. Baschi Dürr sagte, das Departement begrüsse zwar «private Initiativen» und halte das Thema auch für wichtig, möchten sie sich «vor allem auf die bereits initiierten oder geplanten Kampagnen der Behörden, sei es im Kanton, sei es im Bund, konzentrieren», zitierte die ‹bz Basel›. Die nächste MFK-Steuerrechnung würde aber eine selbst gemachte Beilage zum Thema der Rettungsgasse enthalten.

Kampagnenstart

Trotz fehlender Unterstützung aus Basel wird am nächsten Montag, 9. September 2017, die Kampagne lanciert. Mit Videos, Flyern und Fotos will Pascal Rey mit seinem Verein auf die Problematik aufmerksam machen. Dank Astra konnte das Team um den Basler sogar ein Fotoshooting auf der Autobahn Biel abhalten.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*