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Der Sportnews-Beitrag vom 19.09.2017 über Albian Ajeti. (Video: Telebasel)
Schweiz

«Ich habe mich schnell damit abgefunden»

Albian Ajeti ist 20 Jahre jung und hätte perfekt ins neue Konzept des FC Basel gepasst. Schliesslich durchlief er sämtliche Juniorenstufen bei den Baslern. Das dachte sich auch der FC Basel bis der FC St. Gallen mit einer zu hohen Ablösesumme den Deal platzen liess.

Basel – Augsburg – St. Gallen – Basel?

Für Albian Ajeti waren die letzten Monate eine Achterbahn der Gefühle. Nach dem er vom FC Basel zum FC Augsburg nach Deutschland wechselte, kam er dort nur zu wenig Einsatzminuten. Der Verein lieh ihn deshalb wieder in die Schweiz aus, zum FC St. Gallen.

In der Ostschweiz kam der junge Stürmer zu den Einsätzen, welche er weder in Basel noch Augsburg zu gesprochen kriegte. Albian Ajeti liess sich diese Chance auch nicht entgehen und schiess Tore. Es ist das, was einen Stürmer unverzichtbar macht: Tore. Genau deshalb übernahm der FC St. Gallen im Frühjahr 2017 Albian Ajeti vom FC Augsburg für rund eine Million.

Mit der Umstrukturierung beim FC Basel und dem Verzicht auf eine weitere Zusammenarbeit mit den Stürmern Marc Janko und Seydou Doumbia suchte der Schweizer Meister im Sommer wieder nach Stürmern. Fündig wurden sie zum einen in den Niederlanden und verpflichteten den Routinier Ricky van Wolfswinkel.

Das sollte aber nicht der einzige Transfer sein. Der FCB bekundete grosses Interesse an einem Stürmer des FC St. Gallen, welchen sie anderthalb Jahre zuvor ziehen liessen. Albian Ajeti. Auch der 20-jährige Stürmer fand das Angebot seines Stammclubs reizvoll, es hätte für ihn gepasst.

Doch wieder St. Gallen

Doch der Wechsel platzte. Die Vereine konnten sich nicht einigen. Grund: Der FC St. Gallen empfand die 2,8 Millionen, welche der FC Basel für den Stürmer bot, zu wenig. Schliesslich hatten sie erst eine Million für den jungen Spieler ausgegeben. Zu dem hätte der FC Augsburg ebenfalls an diesem Transfer verdient.

Dem FC Basel war es zu wider mehr als 3 Millionen für Albian Ajeti auszugeben und brach die Verhandlungen ab. Albian Ajeti musste in St. Gallen bleiben, obwohl er hatte wechseln wollen.

Auch wenn der gebürtige Muttenzer gerne zurück in die Heimat gekehrt wäre, ist er nicht unglücklich darüber in St. Gallen zu bleiben. Motivationsprobleme nach dem geplatzten Transfer hatte er nie. «Ich weiss, was ich in St. Gallen habe.»

Angesprochen darauf, dass er jetzt offiziell über drei Millionen wert ist, lacht der 20-jährige. Das sei schon speziell.

Auf dem Platz zurück

Nun ist Albian Ajeti immer noch beim FC St. Gallen und nach einer Verletzungspause auch wieder auf den Platz zurückgekehrt, wo er sich trotz grosser Konkurrenz im Sturm wieder aufdrängte. Erst gerade am Wochenende konnte er den entscheidenden Penalty beim Cup-Drama gegen Lindth verwerten und rettete die Ostschweizer so in die nächste Cup-Runde.

«Ich bin froh wieder spielen zu können. Ich bin wieder nahe an meinen 100%.» Ein fitter Albian Ajeti ist auch für den FC Basel gefährlich, schliesslich ist der Stürmer für seine Tore bekannt. Gegen den FC Basel morgen tippt er ein 2:1-Sieg für den FC St. Gallen. «Die beiden Tore schiesse ich.», meint er lachend.

Keine Zukunftspläne

Spricht man Albian Ajeti auf die Zukunft an, spuckt er keine grossen Töne. Irgendwelche Ligen oder Topvereine, für welche er gerne auflaufen würde, hört man vom Muttenzer nicht.

Vor knapp einem Jahr erzählte er gegenüber Telebasel, dass er gerne seine Karriere beim FC Basel beenden wolle. Damit ist er natürlich nicht der einzige. Trotzdem ist sein Fall doch etwas spezieller, schliesslich hätte er jetzt diesen Sommer fast zum FCB gewechselt. An seinen Gefühlen gegenüber dem FC Basel hat dieser geplatzte Transfer aber nichts geändert. Bei erneutem Interesse des FCB würde er auf jeden Fall nicht «Nein» sagen.

Besuch in Basel

Auch wenn der in Muttenz aufgewachsene Stürmer schon lange nicht mehr zu Hause wohnt, sondern mit seinem Zwillingsbruder Adonis Ajeti in einer WG bei St. Gallen lebt, wird Albian Ajeti wohl bald nach Basel kommen. Denn momentan lebt er alleine in der WG, Adonis musste sich nach nicht endenden Beschwerden an der Achillessehne operieren lassen und legte sich in Basel unters Messer.

Solange er noch in der Reha ist, wird er in Basel bei der Familie leben. «Wenn er dann aus dem Krankenhaus entlassen wird, werde ich ihm und meiner Familie einen Besuch in Basel abstatten.», erzählt er. Wann dann das genau sein wird, kann er nicht sagen. «Sobald es der Terminkalender zulässt.»

Mehr zu Albian Ajeti sehen Sie im Telebasel Sport ab 18:40 Uhr, sowie am kommenden Montag, 25.09.2017, im Sportmagazin um 19:40 Uhr. Das Spiel zwischen dem FC St. Gallen und dem FC Basel können Sie morgen ab 20 Uhr im Live-Ticker verfolgen.

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