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Airbnb macht den Basler Hotels Konkurrenz (Symbolbild: Pixabay)

Basel

Bald mehr Airbnb als Hotels?

Die Anzahl der durch die Übernachtungsplattform ‹Airbnb› vermittelten Betten übersteigt bald die Anzahl der durch Basler Hotels vermieteten Betten. Es droht ein Konkurrenzkampf.

In Basel werden mittlerweile über 6’000 Betten via der Übernachtungsplattform Airbnb vermittelt, die Zahlen steigen laufend. Beim Hotellerieverband ist man bestürzt: «Dass die Anzahl Betten so schnell und so stark zugenommen hat, hätte ich nicht gedacht», gesteht der Präsident von Hotelleriesuisse Basel Felix Hauser gegenüber der bz Basel.

Airbnb holt Hotels auf

Hauser bezieht sich bei seiner Aussage auf eine Studie von Oktober 2015. Damals bezifferte Airbnb die privat vermieteten Betten auf 2’041 in der Anzahl. Weniger als zwei Jahre später hat sich diese Zahl mehr als verdreifacht. Es werden mittlerweile 6’455 Betten in 3’134 Zimmern in Basel angeboten. Zwar hat auch die Anzahl an Hotelbetten stark zugenommen aber dennoch steht Airbnb bald auf der gleichen Höhe wie die Basler Hotels. Diese vermieten laut der Tourismusstatistik 2016 des statistischen Amtes insgesamt 7’543 Betten. Geht das Wachstum so weiter, dürfte die Anzahl an Airbnb-Betten schon im nächsten Jahr die Basler Hotelbetten übersteigen.

Spürbare Konkurrenz

Die Konkurrenz sei seit mindestens zwei Jahren spürbar, besonders während den grossen Messen, meint Hauser. «Die kommerziellen Anbieter von Privatunterkünften sind uns besonders ein Dorn im Auge. Dort verlangen wir gleich lange Spiesse für alle.»

Bewilligung und Abgaben

Laut neuen Zahlen der bz Basel gibt es mittlerweile 224 solcher Anbieter, welche mehr als eine Wohnung vermieten, zum Teil bis zu 40 Zimmer pro Anbieter. Dies ist durch das neue Wohnraumfördergesetz aber an eine Bewilligung geknüpft. Auch wurde bereits ein Anbieter durch das zuständige Gastgewerbeinspektorat verklagt. Ehe man mit der Vollzugsstrategie weitermacht, «warten wir dieses Urteil ab», so Amtsleiterin Luzia Wigger auf Anfrage.

Momentan wird parallel dazu das Gasttaxengesetz überarbeitet, welches vorsieht, dass auch Gäste von Airbnb eine Abgabe entrichten müssen. Allerdings ist die Höhe noch geheim.

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