Alec Baldwin (Saturday Night Live) gewann für seine Trump-Imitation den Preis für den Besten Nebendarsteller in einer Comedy-Serie. (Bild: keystone)

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Satire-Show ‹Saturday Night Live› räumt bei den Emmys ab

Die politische Satire-Show ‹Saturday Night Live› und die Mini-Serie ‹Big Little Lies› haben bei der Verleihung der US-Fernsehpreise Emmys früh abgeräumt.

‹Saturday Night Live› gewann bei der Gala in der Nacht zum Montag, 18. September 2017, in Los Angeles als beste Sketch-Serie, ausserdem wurden Kate McKinnon und Alec Baldwin als beste Nebendarsteller in einer Comedy-Show ausgezeichnet. Alexander Skarsgård und Laura Dern gewannen für ihre Rollen in ‹Big Little Lies› als beste Nebendarsteller in einer Drama-Serie. Jean-Marc Vallée wurde als Regisseur der Serie ausgezeichnet. Vom langjährigen Dauersieger ‹Game of Thrones› gab es dieses Jahr im Nominierungszeitraum bis 31. Mai keine neue Staffel.

«Teil dieser Staffel von ‹Saturday Night Live› zu sein, war das Bedeutendste, was ich je machen werde, wahrscheinlich sollte ich jetzt einfach aufhören. Ich danke Hillary Clinton für ihre Anmut», sagte McKinnon, die Cinton für die Satire-Show parodiert hatte, in ihrer Dankensrede schluchzend. «Ich schätze, ich sollte sagen: Mr. Präsident, hier ist endlich ihr Emmy», sagte ihr Kollege Baldwin, der Trump parodiert. Der US-Präsident war in der Vergangenheit mehrfach für seine TV-Show «Celebrity Apprentice» nominiert gewesen, hatte aber nie gewonnen und sich darüber häufig öffentlich beschwert.

Beste Skripte ausgezeichnet

Daneben gewannen unter anderem Ann Dowd als beste Drama-Nebendarstellerin, Bruce Miller als bester Autor und Reed Morano als beste Regisseurin für die Serie ‹The Handmaid’s Tale›, die beim Streamingdienst Hulu zu sehen ist. Die Late-Night-Show von Moderator John Oliver, ‹Last Week Tonight with John Oliver›, gewann einen Emmy für die besten Skripte.

Ein unerwarteter Gast

Zum Auftakt der Verleihung hatte der 71-jährige Schauspieler John Lithgow den Preis als bester Nebendarsteller in einer Drama-Serie für seine Rolle in der Serie ‹The Crown› gewonnen, die vom Leben der jungen britischen Königin Elizabeth II. handelt und beim Streamingdienst Netflix zu sehen ist. «Das ist fantastisch, ich fühle mich so glücklich, dass ich gewonnen habe», sagte Lithgow.

Die Emmys, die als wichtigste Fernsehpreise der Welt gelten, wurden in diesem Jahr zum 69. Mal verliehen. Durch den Abend führte Late-Night-Moderator Stephen Colbert. Als Überraschungsgast trat der frühere Pressesprecher von US-Präsident Donald Trump, Sean Spicer, auf. Über die Sieger hatten zuvor die rund 22’000 Mitglieder der Academy for Television Arts & Sciences entschieden.

Die Gewinner in der Übersicht

– Beste Drama-Serie: ‹The Handmaid’s Tale›

– Beste Comedy-Serie: ‹Veep›

– Bester Hauptdarsteller in einer Drama-Serie: Sterling K. Brown (‹This Is Us›)

– Beste Hauptdarstellerin in einer Drama-Serie: Elisabeth Moss (‹The Handmaid’s Tale›)

– Bester Nebendarsteller in einer Drama-Serie: John Lithgow (‹The Crown›)

– Beste Nebendarstellerin in einer Drama-Serie: Ann Dowd (‹The Handmaid’s Tale›)

– Bester Hauptdarsteller in einer Comedy-Serie: Donald Glover (‹Atlanta›)

– Beste Hauptdarstellerin in einer Comedy-Serie: Julia Louis-Dreyfus (‹Veep›)

– Bester Nebendarsteller in einer Comedy-Serie: Alec Baldwin (‹Saturday Night Live›)

– Beste Nebendarstellerin in einer Comedy-Serie: Kate McKinnon (‹Saturday Night Live›)

– Beste Mini-Serie: ‹Big Little Lies›

– Bester Hauptdarsteller in einer Mini-Serie: Riz Ahmed (‹The Night Of›)

– Beste Hauptdarstellerin in einer Mini-Serie: Nicole Kidman (‹Big Little Lies›)

– Beste Nebendarstellerin in einer Mini-Serie oder einem TV-Film: Laura Dern (‹Big Little Lies›)

– Bester Nebendarsteller in einer Mini-Serie oder einem Film: Alexander Skarsgard (‹Big Little Lies›)

(sda dpa)

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