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Der Telebasel News Beitrag vom 16. September 2017

Region

Europapark baut an neuem Angebot

Das Angebot des Europaparks wird erneut grösser. Auf einer Fläche von 450´000 Quadratmetern entsteht eine neue Wasserwelt. 2019 soll sie eröffnet werden.

Glatte 63 Mal passt das Basler Joggeli auf die Fläche, auf der bis 2019 der neue Wasserpark ‹Rulantica› mit gesamthaft 25 Attraktionen entstehen soll. In mehreren Phasen soll das neue Freizeitangebot zwischen der Gemeinde Rust und der Autobahn A5 gebaut werden.

Bei einer Pressekonferenz amDonnerstag, 14. September 2017, informierten die Köpfe des Vorhabens über die geplanten Bauarbeiten. Roland Mack (Inhaber Europapark), Kai-Achim Klare (Bürgermeister Rust), Frank Scherer (Landrat Ortenaukreis) und Guido Wolf (Minister der Justiz und für Europa Baden-Württemberg) sorgen dafür, dass das Projekt wie geplant realisiert wird.

22 Millionen für die Infrastruktur

An der Pressekonferenz sagten die Projektherren, dass es eine grosse Regionalplanung mit den Landräten gegeben habe. Der Park sei nicht organisch gewachsen, sondern als gesamtes Projekt, inklusive Lösungen für Storm und Wasser. Laut Roland Mack, habe allein die Infrastruktur 22 Millionen gekostet. Für den ganzen Park budgetierte man eine Summe von 150 Millionen.

Bei der Planung des Projektes mussten die verschiedensten Dinge beachtet werden. Ein harter Brocken war der Naturschutz: Denn im für den Wasserpark vorgesehenen Gebiet waren Fledermäuse angesiedelt, die durch den Bau gefährdet würden. Für die Fledermäuse und andere Wildtiere wurde nun extra ein Biotop gebaut.

Roland Mack vermerkte jedoch, dass es heute viel mehr Möglichkeiten gibt, als noch in den 70er Jahren, als der Park eröffnet wurde. «Da gab es noch ganz andere Herausforderungen. Aber es wird heute natürlich eine sehr hohe Qualität erwartet.» Mack empfinde den Bau der Wasserwelt als grosse Herausforderung. «Es war schwierig eine Firma zu finden, die die Kapazität hatte, den Park zu bauen.»

Die Realisierung des Projekts wurde schlussendlich Realisierung der Rendler Bau GmbH sowie der Wilhelm Füssler Bau GmbH übergeben.

Ein Hauch Skandinavien in Rust

Der  Europapark wird mit der Erweiterung zur Konkurrenz von ähnlichen Angeboten in den angrenzenden Regionen wie beispielsweise der Thermalbäder in Freiburg. Laut Mack würden durch den Wasserpark – der ganzjährig geöffnet sein wird – noch mehr Übernachtungen in der Region generiert.

Das Design des Wasserparks soll nach skandinavischem Flair gestaltet werden und die Besucher für einige Stunden in den hohen Norden verfrachten. Für die Rutschen eignete man sich kanadischen Know-How an. Die Anlagen in Rust werden nämlich nach dem Beispiel von kanadischen Rutschen gebaut.

Gesamthaft sind rund 500 Mitarbeiter auf der Baustelle beschäftigt. An der Entwicklung des Konzepts waren 15 eigene Designer und zehn eigene Architekturbüros beteiligt. Auf dem neuen Areal sollen 250 Mitarbeiter beschäftigt werden – diese zu finden, gestalte sich ebenfalls als Herausforderung. Der Wasserpark wird nach der Fertigstellung zwischen 500’000 und einer Million Besucher pro Jahr aufnehmen können. Gesamthaft werden im Wasser- und Europapark (inklusive Hotels) über 4’250 Mitarbeiter arbeiten.

‹Krønasår› beherbergt die Gäste auf nordische Weise

Nach reichlichen Infos über das Projekt, durften sich die Anwesenden das Geschehen aus nächster Nähe ansehen. Bei einer moderierten Shuttlefahrt wurde die Baustelle besichtigt. Die Wasserwelt ‹Rulantica› besteht nicht nur aus Rutschen, Restaurants und sonstigen Läden. Es wird auch ein Hotel mit etwa 1’300 Betten geben. Das ‹Krønasår› ist – wie es die Buchstabierweise bereits verrät – ebenfalls nordisch thematisiert.

Auf der Baustelle gab es erneut Reden, bevor der Name des neuen Areals offiziell enthüllt wurde. Als Überraschungsgast wurde die erfolgreichste deutsche Schwimmerin engagiert. Franziska von Almsick wurde mit dem Helikopter eingeflogen. Weiter Gäste aus dem Sortiment ‹Stars und Sternchen› waren zwei Teilnehmerinnen aus der deutschen TV-Show Germany’s next Topmodel.

(Video: Telebasel)

Ticketpreise sind noch ein Problem

Ein Problem, welches bis zur geplanten Eröffnung Ende 2019 noch gelöst werden muss, sind die Ticketpreise und der Eintritt. Der Wasserpark wird als eigenständiger Park in Ergänzung zum bisherigen Europapark bestehen. Der Wasserpark kann allerdings nicht so viele Leute auffassen, wie der restliche Europapark. Das heisst, dass die Leute, die im Europapark übernachten, nicht unbedingt auch in den Wasserpark dürfen, da dieser sonst zu voll wäre.

Der Wasserpark ist laut Organisationskomitee ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des Europaparks. Es ist das mit Abstand grösste Projekt in der Unternehmensgeschichte.

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