Der neue GC-Trainer Murat Yakin ist mit Erfolg in die Super League zurückgekehrt. (Bild: sda)

Schweiz

Yakin siegt beim Debüt

Murat Yakin feiert in der 7. Runde der Super League beim 3:2 gegen Sion ein erfolgreiches Debüt als Trainer der Grasshoppers. Die Young Boys sind dank dem 3:0 gegen Lugano neuer Spitzenreiter.

Dank Treffern von Emil Bergström (42.) und Runar Sigurjonsson (55.) drehten die Grasshoppers vor 6000 Zuschauern im Letzigrund die Partie und bescherten damit Murat Yakin eine erfolgreiche Rückkehr zum Rekordmeister.

Die Gäste aus dem Wallis, die seit fünf Spielen ohne Sieg sind, waren zweimal in Führung gegangen, wobei Debütant Pajtim Kasami an beiden Toren massgeblich beteiligt war. Der Mittelfeldspieler bereitete das 1:0 von Marco Schneuwly vor (10.), in der 27. Minute traf der U17-Weltmeister von 2009 mit einem schönen Flachschuss zum zwischenzeitlichen 2:1.

YB neuer Tabellenleader

Neuer Leader sind die Young Boys. Das Team von Adi Hütter siegte dank einer Doublette von Jean-Pierre Nsamé gegen Lugano 3:0

YB bekundete gegen Lugano eine Halbzeit lang etwas Mühe. Danach spielte ihnen beim 3:0-Sieg eine Rote Karte in die Hände. Zumindest auf das Spiel bezogen, wirkten sich zwei Verletzungen positiv aus. Mit dem Sieg überholten sie den bisherigen Tabellenführer FC Zürich, der gegen den FC St. Gallen am Samstag nur zu einem 1:1 gekommen war.Nach 58 Minuten war das Wechselkontingent von Adi Hütter bereits erschöpft. Drei Verletzungen (Benito, Hoarau und Bertone) zwangen den YB-Trainer zu personellen Umstrukturierungen im Team. Negative Folgen hatte dies nicht. Die im Verlaufe der zweiten Halbzeit neu ins Spiel gekommenen Afrikaner Roger Assalé und Nicolas Moumi Ngamaleu entschieden die Partie mit dem 2:0 in der 66. Minute.

Hütters Jubel dürfte ein Indiz dafür gewesen sein, wie gross die Erleichterung über den neuen Spielstand und über Assalés ersten Treffer im YB-Dress war. Denn der erste Berner Sieg nach drei sieglosen Partien und der insgesamt vierte Erfolg der Saison ohne Gegentreffer war davor auf leicht wackligen Beinen gestanden. Auch wenn es nicht so war, dass Lugano vehement auf das 1:1 drückte, eine Standardsituation hätte den Spielstand ausgleichen können.

Als sprichwörtlich erlösend erwies sich die Gelb-Rote Karte gegen Luganos Stürmer Carlinhos, gut 20 Sekunden nach Anpfiff der zweiten Halbzeit. YB nützte in der Folge die entstandenen Räume, stürmte an – und nach dem 2:0 auch weiter.

Vier Minuten später erzielte der Kameruner Jean-Pierre Nsamé, der sich davor durch viel Fleiss ausgezeichnet hatte, seinen zweiten Treffer. Er stand am Ende einer schnellen, direkten Kombination über drei Stationen in Luganos Strafraum. Für Nsamé war es der 4. Saisontreffer.

Lugano war mit dem 0:3, der ersten Niederlage nach vier Spielen, gut bedient. Im Gegensatz zu den beiden Auftritten der letzten Saison im Stade de Suisse, die jeweils 2:1 geendet hatten, konnten die Tessiner die Young Boys diesmal nicht mehr düpieren.

Luzern und Thun trennen sich mit 2:2

Im dritten Spiel vom Sonnntag, 10. September 2017, reagierte der FC Luzern mit einer eindrücklichen Leistungssteigerung auf eine sehr schwache erste Halbzeit gegen Thun. Daniel Follonier und Shkelqim Demhasaj machten mit ihren Toren aus dem 0:2 noch ein glückhaftes 2:2.

Die Luzerner bleiben damit im eigenen Stadion auch nach vier Partien ungeschlagen, sie verteidigten den 4. Rang. Die Darbietung im ersten Durchgang liess jedoch zu wünschen übrig. Fehlpässe reihten sich an Missverständnisse. So konnte nicht erstaunen, dass die Gäste aus Thun die Gunst der Stunde zu nutzen wussten.

In der 11. Minute reagierte Simone Rapp nach einem Freistoss in den Strafraum als einziger Akteur und bugsierte den Ball aus wenigen Metern über die Linie. Die Luzerner Abwehr leistete bei dieser Szene nahezu keine Gegenwehr. Kurz zuvor vermochte Marvin Spielmann den Ball aus einem Meter nicht im verwaisten Luzerner Tor unterzubringen. Bei zwei Pfostenschüssen von Rapp und Spielmann bekundete der FCL weiteres Glück, nicht schon zur Pause klarer in Rückstand zu liegen.

Der zweite Thuner Treffer fiel dann in der 57. Minute nach einem herrlichen Angriff. Spielmann erzielte seinen sechsten Saisontreffer, der jedoch nicht genügen sollte. FCL-Coach Markus Babbel hatte schon nach einer halben Stunde auf die dürftige Leistung seines Teams reagiert und Demhasaj für Francisco Rodriguez eingewechselt.

Mit dem Eintritt seines zweiten «Jokers» Cedric Itten bewies Babbel nochmals ein gutes Näschen. Demhasaj bediente in der 68. Minute Follonier, der mit einem wuchtigen Weitschuss den Anschlusstreffer schaffte. Und Itten legte in der 84. Minute mit der Brust auf Demhasaj zurück. Dessen herrlicher Direktschuss landete unhaltbar in der hinteren Ecke. Entsprechend erleichtert reagierte Babbel auf den Ausgleich: «Mein Team zeigte ein gute Moral, nachdem wir in der ersten Halbzeit unglaubliche Probleme offenbart hatten.»

Telegramm

Super League. 7. Runde: Grasshoppers – Sion 3:2 (2:2). Luzern – Thun 2:2 (0:1). Young Boys – Lugano 3:0 (1:0). – Rangliste: 1. Young Boys 7/14 (14:6). 2. Zürich 7/13 (8:3). 3. Basel 7/11 (12:9). 4. Luzern 7/10 (10:9). 5. St. Gallen 7/9 (9:10). 6. Lugano 7/8 (8:9). 7. Sion 7/8 (6:9). 8. Grasshoppers 7/8 (10:14). 9. Thun 7/7 (13:14). 10. Lausanne-Sport 7/5 (10:17).

(sda)

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