Gibt bei den Grasshoppers die Richtung klar vor: der neue Trainer Murat Yakin. (Bild: sda)

Schweiz

Murat Yakins Debüt als GC-Cheftrainer

Murat Yakin kehrt 1'211 Tage nach dem zweiten Meistertitel mit dem FC Basel als Trainer in die Super League zurück. Diesmal ist seine Aufgabe eine andere: Er soll GC in ruhigere ‹Gewässer› führen.

Am 28. August 2017, keine 24 Stunden nach dem 24. und letzten Spiel mit Challenge League Leader Schaffhausen, hatte Murat Yakin seine Arbeit als GC-Chefcoach aufgenommen. Wegen der Länderspiel-Pause hatte der 42-jährige Basler nun zwei Wochen Zeit, sich in die neue Materie zu vertiefen.

Um das Team besser kennenzulernen, wurde unter anderem ein Kurztrainingslager in St. Anton anberaumt. Mit den ersten Eindrücken zeigte er sich ebenso zufrieden wie mit dem «unheimlich guten» Teamgeist. «Wir arbeiteten viel mit dem Ball und konnten bereits an Spielsystem und Taktik feilen.»

Bis zum nächsten Meisterschafts-Unterbruch Anfang Oktober wird Yakin fünf Gelegenheiten haben, um zu sehen, ob seine Philosophie von den Spielern begriffen wurde. GC spielt bis am 30. September gegen Sion, im Cup in Biel, in Thun, in Lugano und gegen Basel.

Punkte statt Spektakel

Zumindest der Spielplan meint es also nicht derart schlecht. Danach werde, das hat Murat Yakin bei der Präsentation so mitgeteilt, wieder eine Strategiebesprechung erfolgen.

Attraktiven Fussball muss Yakin mit den Grasshoppers angesichts der aktuellen Lage – Vorletzter mit fünf Punkten aus sechs Partien – nicht spielen lassen. Für die Akteure von GC geht es primär darum, die Winnermentalität und den unbändigen Ehrgeiz ihres Trainers zu übernehmen. Denn Yakin hat, vielleicht mit Ausnahme von Spartak Moskau, noch mit jedem Profiteam (Thun, Luzern, Basel, Schaffhausen) teils bemerkenswerte Erfolge gefeiert.

Mit Murat Yakin wollen die Grasshoppers aber nicht nur kurz- bis mittelfristig wieder erfolgreich werden. Gemäss NZZ sei es mit der Verpflichtung des einstigen GC-Spielers, U21-Trainers und Assistenzcoachs als sprichwörtliches Aushängeschild auch darum gegangen, für potenzielle Investoren interessanter zu werden. «Yakins Palmarès und die Vergangenheit im Klub könnten dabei helfen. Genauso wie sein Glamour-Potenzial, das im Schweizer Fussball selten ist», schrieb die “NZZ”.

Dreifache Belastung

Im Gegensatz zu anderen Teams wird GC in den kommenden Wochen keiner Dreifachbelastung ausgesetzt sein. Der FC Basel, der zudem in der Länderspiel-Pause die mit Abstand grösste Anzahl Spieler (12) an verschiedene A-Nationalteams und Nachwuchs-Auswahlen abzustellen hatte, die Young Boys und Lugano werden bis am 1. Oktober sieben Spiele zu absolvieren haben.

Das Programm umfasst nach der 7. Runde der Super League den Auftakt zur Champions respektive zur Europa League, die zweite Runde im Schweizer Cup, zwei Spieltage in der Meisterschaft, wiederum einen Europacup-Einsatz und nochmals Super League.

Dann stehen für das Nationalteam die beiden entscheidenden Partien der WM-Qualifikation gegen Ungarn und in Portugal im Programm.

(sda)

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