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Beitrag in den Telebasel News vom 9. September 2017. (Video: Telebasel)

Basel

Lange Wartelisten und zu wenig Spender

Das Thema Organspende und Organspenderausweis wird immer häufiger diskutiert. Dennoch wird die Liste der Menschen, die auf ein Organ warten, immer länger – und Spender gibt es nur sehr wenige. 

Fabian Kamber aus Lausen bekam vor drei Jahren ein neues Herz. Telebasel sprach mit dem Baselbieter und wollte wissen, wie er mit dem fremden Herzen lebt. Der 28-jährige Baselbieter ist enorm dankbar, dass er ein neues Herz erhalten hat und so nun weiterleben darf. «Ich finde es noch speziell weil, ich habe genau gewusst, dass für mich jemand sterben musst, sodass ich nun weiterleben durfte.»

Fabian Kamber hatte enormes Glück. Nur gerade eineinhalb Monate nach der Diagnose «Herzinssuffizienz» erhielt er ein Herz – das ist aber nicht selbstverständlich.

Für ihn ist die Regierung Schuld, dass es nicht genug Spender gibt. Er verstehe nicht, wieso die Regierung nicht fähig sei, eine Wiederspruchslösung zu finden.

Der Telebasel News Beitrag vom 9. September 2017.

Auch Knappheit bei Nieren

Während Fabian Kamber auf der Seite des Patienten steht, sieht das Universitätsspital Basel die Situation aus einem anderen Blickwinkel. Auch wenn das Universitätsspital Basel sich hauptsächlich um Nierentransplantationen kümmert, trifft man bei diesem Organ auf das gleiche Problem. Auch hier wird die Liste der Wartenden immer länger. Die Leitende Ärztin der Transplantationsimmunologie sagt, das könnte sich mit der Einführung einer Widerspruchslösung ändern. Dann wäre jeder automatisch Organspender und nur wer das explizit nicht möchte, wird von der Liste gestrichen.

«Jeder kann Organspender sein. Es gibt keine obere Grenze.» sagt die Leitende Ärztin der Transplantationsimmunologie. «Schlussendlich entscheidet Swisstransplant und der Spezialist darüber, welches Organ transplantabel ist.»

Mehr dazu laufend Online und im TV in den Telebasel News um 18:30 Uhr und stündlich ab 19:00 Uhr.

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