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Der Telebasel News Beitrag vom 8. September 2017.

Basel

Jugendfest Spalen und St. Johann stehen vor dem Aus

Die Jugendfestvereine Spalen und St. Johann haben es im Moment nicht leicht. Immer weniger Kinder melden sich für das traditionelle Jugendfest an und jetzt wurden Ihnen auch noch die Vereinsräume gekündigt. Ende 2017 müssen die Vereine aus den Kellern des Schulhauses Wasgenring raus.

Bis ins Elsass sind sie einst zu tausenden vor dem St. Johannstor eingestanden. Die patriotischen Jugendfeste der einzelnen Quartiere in Basel waren Mal eine grosse Sache. Gemeinsam liefen die Kinder in historischen Kostümen die Quartiersgrenzen ab. Seit 1862 wurde das Jugendfest St. Johann jährlich während der Schulferien zelebriert.

(Bild: Frédéric Währen)

Jetzt soll es vorbei sein mit der 155 jährigen Tradition. Immer weniger Kinder interessieren sich für das Jugendfest. Die grosse Angebotsvielfalt während der Ferien bereitet den Jugendfestvereinen Spalen und St. Johann grosse Schwierigkeiten. Präsidentin Christine Würth ist allerdings davon überzeugt, mit einigen Anpassungen am Programm würden die Kinder wieder kommen.

Sanierungsarbeiten zwingt Vereine zum Auszug

Viel grösse Probleme würden ihr die Räumlichkeiten bereiten. Dort, wo die Kostüme, Requisiten und das Festwirtschaftsmaterial aufbewahrt werden und die Sitzungen fürs Fest stattfinden dürfen die beiden Vereine bald nicht mehr sein.

Die Räumlichkeiten in den Kellern des Wasgenring Schulhauses wurden den Jugendfestvereinen gekündigt. Ende 2017 müssen die beiden Vereine die Schulhäuser verlassen und das Material muss geräumt oder vernichtet werden. Ohne Kostüme und ohne Festwirtschaftsmaterial kann es auch kein Fest geben. Die Räume müssen laut Simon Thiriet, vom Erziehungsdepartement Basel Stadt, saniert und umgebaut werden, danach müssten die Jugenfestvereine dieselben Mieten zahlen, wie alle anderen Vereine auch.

Eine Tradition steht vor dem Aus. (Bild: Frédéric Währen)

Das Geld reicht nicht

Das können sich die beiden Vereine Spalen und St. Johann laut Christine Würth schlichtweg nicht leisten. Gemeinsam versuchen sie jetzt, die Kostüme zu retten. Dass die Requisiten und weiteres Material dieses Jahr überstehen werden, daran glaubt die Präsidentin des Jugendfestvereins St. Johann nicht mehr.

Dennoch kämpft sie gemeinsam mit dem Jugendfestverein Spalen für den Erhalt der 155 Jahre alten Tradition. Vielleicht klappe es mit der Anmeldung mehrer Kinder ja doch noch, ein Fest im 2018 auf die Beine zu stellen.

Neues Jahr neues Glück

Trotzdem werden die Vereine kämpfen. «Wir werden mit allen Mitteln versuchen, den Johanniterverein am Leben zu erhalten. Daran arbeiten wir sehr stark. Einen Traditionsverein einfach so sterben lassen, das geht doch nicht. Wir suchen Lösungen und hoffen, im 2018 wieder ans 2017 anknüpfen zu können», sagt Frédéric Währen

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