Basel

Baseldytschi Bihni feiert Geburtstag

Schon 125 Jahre gibt es die Baseldytschi Bihni, und das muss am Wochenende vom 9. und 10. September 2017 natürlich gefeiert werden. Einen Blick hinter die Kulissen werfen oder sich als seine Lieblingsfigur verkleiden – das und mehr erwartet Gross und Klein.  

Es ist eine Reise zurück in die Vergangenheit und ein Feiern der Gegenwart. Die Baseldytschi Bihni feiert ihren 125. Geburtstag mit einem zweitägigen Fest. Am Wochenende vom 9. und 10. September 2017 erwartet Gross und Klein im Kellertheater im Lohnhof viel. Einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen, mit Dokumentationen zu Aufführungen der vergangenen Jahre, die Geschichte der Baseldytschen Bihni erleben oder Schauspielerinnen und Schauspieler treffen. Ein besonderes Highlight: Das Kostümfest für Jung und Alt. Jeder kann zum Beispiel als Hamlet, Schneewittchen oder Charlie Chaplin daran teilnehmen.

Volles Programm

Die Festbeiz sorgt für das leibliche Wohl und am Sonntagmorgen dürfen Besucherinnen und Besucher ab 10 Uhr einen reichhaltigen Brunch geniessen. Hier noch das Programm der beiden Tage.

Samstag, 9. September von 11 bis 24 Uhr:

  • Festbeiz mit Grill und Buffet im Innenhof des Musikinstrumenten-Museums
  • Marktstand und Attraktionen im und ums Theater
  • Führungen durchs Theater, Bühnenshows und Kinderschminken

Sonntag, 10. September von 10 bis 16 Uhr:

  • Reichhaltiger Brunch bei guter Witterung im Garten
  • Festbeiz im Innenhof des Musikinstrumenten-Museums
  • Führungen, Attraktionen und gemütliches Beisammensein

Ein typisches «Basler Mimpfeli»

Mit Amateurschauspielern unter professioneller Anleitung gutes Theater zu spielen, das ist der Grundgedanke des Vereins ‹Baseldytschi Bihni›. Man will gemäss Homepage auf baslerische Art Unterhaltung betreiben. Die ‹Baseldytschi Bihni› sei halt das Läckerli, die Fasnacht ein typisches «Basler Mimpfeli»

Im Jahr 1892 legte die damalige ‹Dramatische Gesellschaft› den Grundstein. 33 Jahre später wurde sie in Folge der Ausrichtung und Konzentration auf Dialektspiel zur ‹Dialektgruppe Baseldytschi Bihni›. Lediglich der Gesang, die Musik und die Dramatik gingen im Wandel der Zeit verloren, der Dialekt blieb.

Da es in der heutigen Zeit keine Mundart-Schriftsteller mehr gibt, die sich Komödien, Lustpsielen oder Krimis annehmen, bedient sich die Baseldytschi Bihni moderner, deutscher, englischer, französischer und amerikanischer Autoren. Die Texte werden einfach aktualisiert, übersetzt und auf basler Verhältnisse adaptiert, heisst es weiter.

Der Traum des eigenen Theaters

Aufgrund einer damals fehlenden eigenen Bühne, dienten als Probe- und Aufführungslokale zum Beispiel das Café Spitz, die Cardinalhalle, das Stadttheater oder das Gundeldinger-Casino. Erst Anfang der 60er Jahre wurde der Traum des eigenen Theaters war. Das Ensemble konnte an der Leonhardsstrasse 7 ein einfaches ‹Kellertheäterli› einrichten, welches jedoch 1995 wieder geräumt werden musste. Die ‹Baseldytschi Bihni› konnten dann dank Unterstützung von Regierung und Ämtern die Kellerräumlichkeiten im Lonhof 4 beziehen.

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