Rafael Nadal zieht fast ohne zu schwitzen in den Halbfinal ein. (Bild: sda)

International

Rafael Nadal steht souverän im Halbfinal

Rafael Nadal braucht am US Open nur gerade 96 Minuten, um mit einem 6:1, 6:2, 6:2 gegen den jungen Andrej Rublew in den Halbfinal einzuziehen. Dort könnte der Gegner Roger Federer heissen.

Rafael Nadal war dem 19-Jährigen aus Moskau im überdachten Arthur Ashe Stadium in allen Belangen überlegen. Vor allem bei eigenem Service bekundete der Sohn eines Boxers und einer Tennistrainerin, die einst auch Anna Kurnikowa trainiert hatte, enorme Mühe. Nadal gelangen in elf Return-Games sieben Breaks, wobei Andrej Rublew sieben Doppelfehler schlug. «Es war sein erster Grand-Slam-Viertelfinal, ihm unterliefen mehr Fehler als gewohnt», sagte Nadal nach seinem Einzug in den sechsten Halbfinal in Flushing Meadows. 43 nicht erzwungene Fehler standen am Ende und nach nur 97 Minuten Spielzeit für Rublew zu Buche.

Trotz der Ernüchterung im ersten Duell mit dem 15-fachen Grand-Slam-Champion deutete Rublew bei seinen Auftritten in den letzten zehn Tagen in New York sein immenses Potenzial an. In der 3. Runde hatte er überraschend Grigor Dimitrov, den Sieger des Turniers von Cincinnati, geschlagen. Und dank dem Einzug in seinen ersten Major-Viertelfinal wird er in der Weltrangliste in die Top 40 vorstossen. Rublew gehört wie Alexander Zverev, Charen Chatschanow oder Nick Kyrgios zu der von der ATP seit Jahren angepriesenen ‹Next Generation›, die einst in die Fussstapfen von Federer, Nadal und Co. treten soll.

«Dass ich hier im Halbfinal stehe, bedeutet mir sehr viel»

Noch muss die Jugend aber warten. Gerade in Sachen Erfahrung und Cleverness bekam Rublew von seinem zwölf Jahre älteren einstigen Jugendidol eine Lektion erteilt. Nadal setzte seinen Aufwärtstrend der letzten Tage fort. Hatte er zu Beginn des Turniers nach den mässigen Auftritten an den Events in Montreal und Cincinnati noch seine Form gesucht, bewies er bei seinen klaren Dreisatzsiegen gegen Alexander Dolgopolow in den Achtelfinals und nun gegen Rublew, dass er für das Final-Wochenende gerüstet ist. «Dass ich hier im Halbfinal stehe, bedeutet mir sehr viel», sagte Nadal, der 2014 auf einen Start in New York verzichtet hatte und in den letzten beiden Jahren früh gescheitert war.

In der Runde der letzten vier trifft der zweifache US-Open-Champion Nadal (2010 und 2013), der auf dem Weg in den Halbfinal keinen Top-50-Spieler bezwingen musste, am Freitag auf Juan Martin Del Potro. Gegen Del Potro verlor Nadal 2009 im Halbfinal klar in drei Sätzen, als der Argentinier in Flushing Meadows seinen bislang einzigen Grand-Slam-Titel gewann. (sda)

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