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Der Telebasel News Beitrag vom 5. September 2017

Basel

Linksautonome bekennen sich zu Autobrandanschlägen

Wer irgendwie mit dem Erweiterungsbau des Bässlergut-Gefängnisses zu tun hat, lebt gefährlich. Immer wieder werden Fahrzeuge der am Bau beteiligten Firmen angezündet. Auch ein Polizeiauto ging am Wochenende in Flammen auf. Die Staatsanwaltschaft spricht von 13 Delikten, die in direktem Zusammenhang mit dem Bässlergut stehen. Was kommt nach den brennenden Autos? Bei den Behörden ist man alarmiert.

Am 4. September 2017 kam es um 01.30 Uhr, kam es in der Johanniterstrasse, vor der Wilhelm His-Strasse, zu einem Brandfall. Personen wurden keine verletzt, wie die Kantonspolizei in einer Mitteilung schreibt.

Dies der jüngste Fall, welcher in einer Reihe von Autobränden in Zusammenhang stehen soll, wie die Basler Staatsanwaltschaft sagt. Insgesamt sollen 13 Autos angezündet worden. Brisant: Bei den Fahrzeugen handelt es sich entweder um Polizeifahrzeuge oder um Autos, welche Firmen gehören, die mit dem Erweiterungsbau des Ausschaffungsgefängnisses Bässlergut stehen.

Bekennerschreiben vorhanden

«Es gibt verschiedene Bekennerschreiben von Linksextremen», sagt Peter Gill von der Basler Staatsanwaltschaft zu Telebasel.  «Deshalb ermittelt die Staatsanwaltschaft einerseits wegen Brandstiftung. Andererseits kam es auch zu verschiedenen Sachbeschädigungen.» Zudem ermitteln die Behörden wegen Aufrufs zur Gewalt.

Wer genau hinter den Brandanschlägen steht, ist öffentlich nicht bekannt.

«Das Ausmass der Anschläge ist neu»

Zwar würden immer wieder Anschläge auch aus der linksautonomen Szene ausgeübt, sagt Sicherheitsdirektor Baschi Dürr. Doch das Ausmass im Zusammenhang mit dem ‹Bässlergut› sei nicht Alltag. Zudem dürfe die Gefahr aus dem linken Lager nicht unterschätzt werden. «Deshalb sind wir an allen Ecken und Enden gefordert, sei es bei der Polizei, sei es beim Nachrichtendienst, sei es bei der Strafverfolgung, hier entsprechend Gegenmassnahmen einzuleiten.»

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