International

«Ich wollte das nicht auf dem Platz machen»

Roger Federer musste im Achtelfinal gegen Philipp Kohlschreibe nur einen heiklen Moment überstehen, besser gesagt sein Po. Beim Stand von 2:0 musste sich Fedi für eine kurze Massage «am unteren Rücken» zurückziehen.

King Roger siegte mit am US Open souverän mit drei Sätzen gegen Philipp Kohlschreibe. Mit seinem Rückzug in die Kabine sorgte Roger aber für den Aufreger des Abends. Das Publikum befürchtete bereits, sein Rücken mache wieder Probleme. Doch Federer gab im Interview Entwarnung und sorgte damit gar für einige Lacher.

(Video: Streamable)

«Ich musste mich am unteren Rücken, an meinem ähm Hintern massieren lassen», gab Federer zu und betonte danach gleich lachend, «ich wollte das nicht auf dem Platz machen». Er wollte es so schnell wie möglich erledigen lassen, sagte er zum Moderator. Nach lautem Gelächter des Publikums gab dieser auch zu: «Roger, über deinen Hintern zu sprechen, ist mir doch etwas zu persönlich, gehen wir zur nächsten Frage».

Trotz des witzigen Moments gab Federer im Interview noch Entwarnung. «Ich rannte direkt zum Physio. Nach drei Minuten war ich zurück. Es war eine Vorsichtsmassnahme, kein ernstes Problem. Das macht mir keine Sorgen.»

Federer weiss, er kann es besser

Sorgen konnte ihm auch Kohlschreiber nicht bereiten. Der Deutsche kam einem Exploit nicht mal nahe, in den 109 Minuten erspielte er sich keine einzige Breakchancen. «Ich habe gut gespielt», befand Federer. «Ich kann aber sich noch besser spielen». Im Vergleich zu den vorherigen Runden habe es vor allem mit der Konzentration besser geklappt. Er sei auch konstanter aufgetreten.

Im Viertelfinal dürfte er nach zwei glatten Erfolgen zuletzt wieder mehr gefordert werden. Es werde ein aufregender Match gegen Juan Martin Del Potro. «Ich freue mich darauf. Wir mögen uns sehr und spielen gern gegeneinander», sagte Federer. Am US Open standen sich die beiden im Final 2009 gegenüber. Der Südamerikaner beendete damals die seit 2004 anhaltende Siegesserie des Schweizers. «Ich hatte damals viele Chancen nicht genutzt», bedauerte er.

Kein Härtetest

Als ersten Härtetest wollte Federer die Partie gegen Del Potro, die am Mittwoch in der Night Session stattfinden dürfte, nicht bezeichnen. «Der Test war gegen Feliciano Lopez (in der 3. Runde -Red.). Da merkte ich, dass es besser geht.» Nach den schwierigen ersten zwei Matches, die über fünf Sätze gingen, ist Federer nun wieder im Rhythmus. Die letzten acht Sätze in New York hat er gewonnen.

An das Rennen um die Nummer 1 in der Weltrangliste habe er aber bislang noch nicht gedacht. «Ich konzentriere mich auf die Matches», sagte der 19-fache Grand-Slam-Sieger, der Nadal beim US Open entthronen könnte. Die Weltranglistenführung könne sich ohnehin frühestens im Halbfinal entscheiden. Vor dem allfälligen Halbfinal gegen Nadal muss er aber Del Potro schlagen, der im Achtelfinal beim 1:6, 2:6, 6.1, 7:6 (7:1), 6:4 gegen Dominic Thiem eine spektakuläre Leistung zeigte. (sda/ab)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Was geschah bisher

Mehr aus dem Channel