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Die Telebasel Spezialsendung vom 2. September 2017 zur ersten Digitalwoche.

Basel

Von Virtual Reality bis zum Roboterrecht

Werden wir bald durch Roboter ersetzt? Was ist der Unterschied zwischen Virtual- und Augmented Reality? Und welche Rechte haben Maschinen? Diese und mehr spannenden Fragen beantwortete Telebasel in der ersten Digitalwoche. Einen Überblick in der Spezialsendung.

Anmerkung der Redaktion: Bitte entschuldigen Sie, dass die Spezialsendung zur ersten Digitalwoche erst jetzt in unserer Mediathek aufrufbar ist. Aufgrund eines technischen Problems war der Upload zuvor nicht möglich.

Die Erfindungen und Errungenschaften auf technischem und digitalem Niveau sind unaufhaltsam auf dem Vormarsch und sind Teil der sogenannten Digitalisierung. Computergesteuerte Prozesse, vernetzte Systeme und die intelligente Kommunikation zwischen Maschinen und Anlagen verändern nicht nur Geschäftsmodelle, sondern die gesamte Arbeitswelt und damit auch die Anforderungen an die Mitarbeiter. Telebasel ging in der ersten Digitalwochen spannenden Themen auf den Grund.

Angst oder Einstellungssache?

Während bei einigen die Angst vor der Digitalisierung durchaus da ist, scheuen sich andere nicht davor. «Es ist unaufhaltsam», sagt etwa Robert Renz, Wirtschaftsprüfer aus Therwil. Er gehe davon aus, dass es seinen Job in zehn Jahren nicht mehr geben werde. «Es braucht dann halt eine andere Einstellung dazu, wie man das adaptiert», so Renz. Nicht so locker sieht es Nives Göring aus Basel. «Wenn die Roboter unsere Arbeiten übernehmen, steigt die Arbeitslosigkeit», ist sie überzeugt. Telebasel fragte die Menschen auf der Strasse, wie sehr sie sich vor einer Übernahme durch Maschinen fürchten.

Roboter haben (noch) keine Rechte

Die Rechtswissenschaftlerin Sabine Gless von der juristischen Fakultät der Uni Basel befasst sich mit der Frage nach Rechten für Roboter. Rechtlich gesehen gebe es keine Definition eines Roboters. «Unsere Arbeitsdefinition sieht so aus, dass es sich um ein System handelt, das selbstständig Daten sammelt und abgleicht. Dann reagiert es autonom darauf», so Gless. Schwierig auch die Frage nach der Haftung, wenn ein Roboter einen Fehler oder gar einen Unfall verursacht. «Heute haftet der Mensch für den Roboter – entweder der Besitzer oder der Erfinder», sagt die Rechtswissenschaftlerin.

Virtual Reality auf dem Vormarsch

Jetzt droht jedoch eine neuartige Technologie selbst die bösesten Smartphone-Horror-Szenarien in den Schatten zu stellen: Die Virtual Reality – eine künstliche, computer-generierte Parallelwelt, in die man mit sogenannten VR-Brillen förmlich eintauchen kann. Worauf bisher die Gaming-Industrie beinahe ein Monopol beansprucht hat, findet nun also auch in der Wirtschaft immer mehr Anklang. Gerade die Architektur-Branche scheint für Virtual- und Augmented-Reality-Lösungen beinahe perfekt geeignet. Diesem Thema widmete sich der erste Report der Serie ‹Angst vor Digitalisierung›.

Roboter als Chirurgen

Nirgends ist Technik so faszinierend wie da, wo sie Leben rettet. Nirgends sind wir aber auch skeptischer, als wenn es um unseren Körper geht. Wollen wir uns von einen Roboter operieren lassen? Im zweiten Teil der Telebasel Digitalisierungs-Serie befasste sich der Report mit Fluch und Segen von ‹Digital Health›. CARLO, das bedeutet so viel wie ‹Cold Ablation Robot-guided Laser Osteotome› und ist der wohl intelligenteste Roboter, den Basel zurzeit zu bieten hat. CARLO schneidet nämlich Knochen, und zwar vollständig autonom und präziser, als dies je ein Chirurg gekonnt hätte: «Was ich bisher mit Hammer, Meissel und Säge nicht annähernd geschafft habe, macht CARLO problemlos mit seinem Laser», sagt Professor Zeilhofer.

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