Das tägliche Training macht sich für einzelne Gamer bereits jetzt schon bezahlt. In Zukunft könnte dieser Trend noch anziehen. (Bild: keystone)
International

Der digitale Sport ist auf dem Vormarsch

Fussballprofi, Volleyballspielerin oder Tennis-Ass. In nicht all zu ferner Zukunft könnten bald andere ‹Traumberufe› in Schweizer Haushalten Einzug erhalten. Die Rede ist vom sogenannten eSports, also dem kompetitiven, profesionellen Computerspielen. Was für Viele nach Zeitverschwendung klingt, macht andere Jugendliche zu Millionären. Jüngstes Beispiel: Ein europäisches Video-Spiel-Team sahnte an einem Turnier ein Preisgeld von über 10 Millionen US-Dollar ab.

Gemäss Bundesamt für Statistik spielen rund 55 Prozent der Schweizer Bevölkerung Videospiele. Wer also nicht zockt, gehört bereits zur Unterzahl. Gaming-Videos auf Plattformen wie Youtube oder Twitch, in denen Spieler ihre Videospiel-Skills der Öffentlichkeit zeigen können, ziehen teilweise Millionen von Zuschauern an und damit auch riesige Mengen an Geld.

Auch der FC Basel hat den Braten mittlerweile gerochen und drei digitale Fussballprofis unter Vertrag genommen, die auf der ganzen Welt sowohl On- als auch Offline Turniere bestreiten. Telebasel berichtet:

(Video: Telebasel)

In Ländern wie Schweden, Südkorea oder den USA füllen eSports-Turniere bereits jetzt schon riesige Hallen. Die Spieler werden gefeiert wie Popstars und verdienen auch wie solche.

(Video: Youtube)

Alle Rekorde gebrochen

Anfang August dieses Jahres ging das bestbezahlteste eSport-Turnier der Geschichte über die Bühne, bei dem insgesamt 23 Millionen Dollar ausgeschüttet wurden. Die Gewinner, Team Liquid aus Europa, gingen mit insgesamt 10 Millionen Dollar nach Hause. Verteilt auf die fünf Teammitglieder gibt das also eine ordentliche Stange Geld. Und je mehr Geld involviert ist, desto professioneller wird gearbeitet. Spieler verfügen über Coaches, Sponsoren und teilweise sogar Werbeverträge.

Die Videospielindustrie setzt weltweit bereits jetzt schon mehr Geld um als Hollywood – Tendenz steigend. Und die Gamer der ersten Stunde haben mittlerweile selbst schon Kinder. Wachstumspotenzial ist also in allen Bereichen durchaus vorhanden.

Die Schweiz hinkt hinterher

In der Schweiz ist man noch nicht ganz soweit. Professionelle Spieler gibt es fast keine und wenn, dann spielen sie in Teams aus anderen Nationen. Jedoch gibt auch hierzulande bereits kleine Ligen, in denen um mehrere tausend Franken gezockt wird.

Doch wer weiss, vielleicht laufen die Jungen in ein paar Jahren plötzlich mit Trikots herum, auf denen die Namen von eSportlern aufgedruckt sind, anstatt jene von Fussballprofis. Bis dahin muss eSport aber das Stigma loswerden. Dies könnte sich jeodch schwieriger gestalten, als angenommen, wo doch für die meisten Videospiele spielen, immer noch Zeitverschwendung ist.

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