Das Internet der Dinge soll einfachen Gegenständen Leben einhauchen. (Symbolbild: Keystone)

International

Smarte Seifenspender und intelligente Waschmaschinen

Das Internet der Dinge, auch ‹Allesnetz› oder ‹Internet of Things› (IOT) genannt›, ist die Vision einer globalen Infrastruktur. Das Ziel ist es, allen Dingen eine Art Eigenleben einzuhauchen. Können Töpfe und Pfannen also in Zukunft Essgewohnheiten messen oder unterhalten sich bald Toilette und Seifenspender?

Waschmaschinen, die je nach Menge der schmutzigen Kleidung die optimale Menge Waschmittel verwendet oder Musikanlagen, die sich im ganzen Haus unterschiedlich einstellen lassen, sind in der heutigen Gesellschaft schon nichts besonders mehr. Aber stellen Sie sich vor, Besteck oder Pfannen könnten das Essverhalten messen und die Daten akribisch genau in einer Cloud speichern. Der Ofen für die leckere Pizza springt erst an, wenn vorher das tägliche Training absolviert wurde. Oder ganz skurril: Die Toilette weiss besser über unsere Gesundheit bescheid, als der liebe Herr Doktor.

Die Vision der Zukunft heisst Internet der Dinge oder ‹Internet of Things› (IOT). Gleichzeitig wird auch oft der Begriff ‹Internet of Everything› benutzt. Kurz gesagt: Dinge sind über das Internet miteinander vernetzt. Der Gedanke ist zwar nicht neu, nimmt aber immer konkreter Formen an.

(Quelle: Youtube)

Der Seifenspender lebt

Dieses sogenannte ‹Allesnetz› soll es möglich machen, physische und virtuelle Gegenstände miteinander zu vernetzen. Durch Informations- und Kommunikationstechniken können sie gar zusammenarbeiten. Ziel ist es, bisher von Menschen betriebenen Dingen ein Art Eigenleben einzuhauchen. So hat die hat die Hygiene-Firma Hagleitner gemäss Futurzone bereits einen Weg gefunden, Waschräume mit intelligenter Technik auszustatten. So messen Sensoren im Seifenspender den Füllstand und schicken bei zu wenig Inhalt die Infos direkt an die Basisstation. Diese speichert die Daten in einer Cloud ab. Die Verantwortlichen können sich auch jeder Zeit per Smartphone oder Tablet über die Füllstände informieren.

Vieles schon Realität

Was futuristisch klingt, ist aber oft schon Realität. Bereits heute sind wir von zahlreichen vernetzten und smarten Geräten umgeben und merken ist manchmal gar nicht. Ein wichtiger und von uns oft schon rege genutzter Bereich es die sogeannte ‹E-Health›. Fitnessarmbänder oder Smartwatches finden sich bereits an vielen Handgelenken. Die smarten Begleiter zum Beispiel Schrittzahl, Pulsfrequenz oder Blutdruck. Diese Informationen werden an eine Smartphone-App weitergeleitet. Mittlerweile funktionieren viele dieser Dinge sogar über Tattoos.

Das intelligente Zuhause

Die sogenannten ‹Smart Homes› können fast schon als erste Stufe zu den ‹Smart Cites› angesehen werden. Was als einfaches Tool zur Temperaturregulierung beginnt, zieht sich weiter bis zu intelligenten Haushaltsgeräten oder Bestandteilen des Hauses. Leere Kühlschränke bestellen selbstständig Nachschub und Fenster schliessen sich Automatisch bei Regen. Ein Traum vieler Frauen: Ein Kleiderschrank, der einem via Tablet ein Outfit zusammenstellt. Auch hier wird vieles über bereits schon über Apps gesteuert.

Smart auf vier Rädern

Natürlich gehören zur Vision der Zukunft auch selbstfahrende Autos dazu. Bereits heute lassen sich Fahrzeuge per App öffnen und starten. Dass Systeme beim Einparken helfen, ist nichts neues, jetzt gibt es auch Bremsassistenten, die das Auto in gewissen Situationen selber anhalten. Auch der Abstand kann mittels Technik gesteuert werden. Autos, die komplett ohne menschliche Hilfe fahren sind aber noch nicht marktreif.

Auch im Industriebereich spielt das Internet der Dinge eine wichtige Rolle. Heute sind bereits Werkhallen komplett miteinander vernetzt. Ebenfalls wartet die Robotik schon mit hoch entwickelter Technik auf und auch der 3D-Druck ist nicht mehr so besonders wie noch vor ein paar Jahren. Aber wie auch bei den ‹Smart Cities› sollte nie der Tag kommen, an dem Maschinen den Mensch dominieren.

Telebasel zeigt ab sofort Online und ab dem 28. August 2017 im TV täglich, wieso wir keine Angst haben müssen und wo die Digitalisierung bereits für Furore sorgt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Auch interessant