(Bild: Pixabay)

International

Superphone als nächste Stufe des Smartphones

Während die Smartphone-Branche in den letzten Jahren keine wirklichen Gigantensprünge mehr vollzog, könnten sogenannte Superphones die Smartphones bald ablösen. Sie sind hochentwickelt und funktionieren wie ein Schweizer Armeemesser - sie können schlicht alles und machen andere Technik obsolet.

Superphones? Was soll man sich bitteschön darunter vorstellen? Ein Smartphone im Supermankostüm? Ein Anti-Kryptonit-Natel? Fliegende Mobiltelefone? Nein, Superphones haben (noch) keine übernatürlichen Kräfte. Als Superphones bezeichnet man hochentwickelte Smartphones, welche mit zusätzlichen Gadgets aus dem herkömmlichen Smartphone zum sogenannten Superphone heranwachsen. Sie besitzen die allerneuste Technik und Software. So werden die ständigen Begleiter bald zu wahren Helden des Alltags. Sie sind also der letzte Schrei auf dem Markt.

Ruhe vor dem Handysturm?

In den letzen Jahren hat sich nicht viel in der Welt der Smartphones geändert. Das Design der jeweiligen verschiedenen Smartphones unterscheidet sich nur minim vom Konkurrenten. Ebenso die Funktionen und gross angekündigten ‹technischen Neuerungen›, die die Hersteller versprechen, entpuppen sich meist als fast schon eine Enttäuschung. Die Schritte, mit denen sich die Technik weiterentwickelte, waren meist nur sehr kleine, und ein Mittelklassegerät unterscheidet sich kaum von der Leistungsfähigkeit eines Top-Modells.

Die zukünftigen Superphones sollen Alleskönner sein und jegliche Geräte in einem vereinen. Damit werden TV, Laptop, Kamera und Tablet überflüssig.

Ränder sind Vergangenheit

Smartphones mit Ansätzen von Superphones sind bereits auf dem Markt. Die Entwickler LG und Samsung bestücken die gesamte Vorderseite ihrer neusten Geräte mit einem Bildschirm, das heisst, es gibt keine Ränder mehr. Die neuste Technik ermöglicht auch eine Reduktion in Sachen Gewicht. Bisher galt: grösserer Bildschirm gleich schwereres Gerät. Dem ist nun nicht mehr so.

(Screenshot: Youtube)

Handy als Papierflieger?

Eine der interessantesten Neuerungen, die in naher Zukunft an der Tagesordnung sein könnten, ist das faltbare Display. Der Schweizer Architekt Christopher Dealtrey hat ein Konzept für ein faltbares Smartphone entworfen. Damit hätte man die Vorteile eines Tablets im Smartphone integriert.

Womöglich gibt es bald auch ganz flexible Bildschirme, die sich rollen, biegen, drehen und falten lassen.

Smartphones mit faltbaren Displays (Bild: Facebook / Christopher Dealtrey Architekturbüro)

Intelligente Assistenten

Es gibt sie ja schon, die Assistenten, die sich per Sprachbefehle steuern lassen. Was die Zukunft aber verspricht, sind intelligente Assistenten. Diese sollen ähnlich einer künstlichen Intelligenz dazu fähig sein, zu lernen. Sie erkennen Zusammenhänge, lernen Gedankengänge nachzuvollziehen aufgrund der Gewohnheiten des Besitzers.

Was zunächst nach dem dem Beginn eines Sci-Fi-Horrorfilms klingt, so können die Assistenten viele Abläufe für den Menschen selbst und automatisch übernehmen. Das Prinzip ähnelt den persönlichen Werbevorschlägen: Wer zum Beispiel häufig auf den digitalen Suchmaschinen nach Winterschuhen sucht, wird bemerken, dass die Werbevorschläge im Internet vermehrt Winterschuhe anzeigen werden.

3D ohne Brille und Augmented Reality

Neue Kameras ermöglichen die Anwendung von Augmented Reality. Durch technisch hochentwickelte neue Sensoren sind die Smartphones dazu in der Lage, den Raum genaustens zu vermessen und somit die Realität mit den virtuellen Ergänzungen perfekt miteinander verschmelzen zu lassen. Auch Spiele können bereits einen Ansatz von Augmented Reailty vermitteln: Wenn in ‹Pokemon Go› plötzlich ein Pikachu auf ihrem Fernseher steht, dann ist das bereits Augmented Reality.

(Bild: Keystone)

Zudem soll es neue Bildschirm-Applikationen geben, die einen 3D-Effekt im Bildschirm direkt integriert haben. Dabei ist eine 3D-Brille überflüssig. Das Smartphone ‹Hydrogen› von Red soll dazu in der Lage sein, mit einer Art holografischem Display einen räumlichen Effekt zu erzeugen.

Ende der Profi-Kameras?

Während die Smartphones der Neuzeit bis Anfang 2016 immer nur eine Kamera auf der Rückseite hatten, waren es plötzlich zwei – und das hat seinen Sinn. Während bei LG die zweite Kamera dazu dient weitwinkligere Aufnahmen zu schiessen, steckt bei Huawei ein Schwarzweiss-Sensor hinter der zweiten Linse, welcher die Bildqualität erhöhen und bessere Schwarzweiss-Fotos ermöglichen soll.

(Bild: Keystone)

Den Vogel abgeschossen hat aber wieder einmal Apple. Beim neuesten iPhone Plus mit zwei Kameras dient die zweite Linse als Zoom-Objektiv. Die letzte Schwäche des Smartphones gegenüber professionellen Kameras, die Tiefenschärfe, wurde von Tech-Riesen aus Kalifornien ausradiert. Neu kann das iPhone problemlos Hinter- und Vordergrund eines Fotos auseinanderhalten. Das technologische Nachziehen anderer Hersteller ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Telebasel zeigt ab sofort Online und ab dem 28. August 2017 im TV täglich, wieso wir keine Angst haben müssen und wo die Digitalisierung bereits für Furore sorgt.

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