Themenwoche Digital bei Telebasel. (Bild: keystone)

Basel

Virtual Reality vs. Augmented Reality

Höchstwahrscheinlich hat jeder die Begriffe ‹Virtual Reality› und ‹Augmented Reality› schon mal gehört. Doch was bedeuten sie eigentlich?

Das Internet vernetzt die Gesellschaft, die Automatisierung verändert die Industrie, Roboter übernehmen unsere Arbeit. Im ersten Teil unserer Online-Serie der Themenwoche Digital auf Telebasel fragten wir, ob uns Roboter heute und künftig in der Arbeitswelt gefährlich werden – oder uns vollständig ersetzen werden. Im zweiten Teil beschäftigten wir uns mit der digitalen Revolution. Heute widmen wir uns der Virtual und der Augmented Reality.

Virtual Reality

Virtual Reality (deutsch: virtuelle Realität; kurz: VR) bezeichnet die Darstellung und Wahrnehmung der Wirklichkeit in einer interaktiven, durch Computer generierten virtuellen Umgebung. Der australische Autor Damien Broderick prägte den VR-Begriff in seinem 1982 erschienenen Science-Fiction-Roman ‹The Judas Mandala›. Die virtuelle Realität ist zum Beispiel mit einem Flugsimulator vergleichbar: Man befindet sich zwar in der Realen Welt, aber trotzdem hat man das Gefühl, tatsächlich durch die Lüfte zu fliegen.

(Quelle: giphy.com)

Mittels Virtual-Reality-Brillen und dazugehöriger Software gelingt es den Usern, sich in eine VR zu ‹begeben›. Durch dieses Eintauchen in die virtuelle Realität nimmt der Nutzer die eigene Person in der realen Welt kaum mehr wahr. Er fühlt sich somit viel mehr der virtuellen Welt zugehörig.

(Quelle: giphy.com)

Das Eintauchen in die virtuelle Realität kann aber zu temporären Erkrankungen führen. Sie ähneln der Seekrankheit und werden VR-Krankheit oder Simulator-Krankheit genannt.

Augmented Reality

Die Augmented Reality (auch gemischte Realität oder Mixed Reality genannt; kurz: AR) bezeichnet die Vermischung der virtuellen und der physischen Realität. Das heisst also, die Realitätswahrnehmung wird computergestützt erweitert, beziehungsweise ergänzt. Alle menschlichen Sinne können dabei angesprochen werden.

Konkret bedeutet dies zum Beispiel die Ergänzung von Bildern und Videos – wie wir das etwa von Fussballspielen kennen, wenn die Entfernung des Balles zum Tor am Fernseher eingeblendet wird. Vom Prinzip her ähnlich ist so auch die Einblendung von Zusatzinformationen auf dem Bildschirm des Smartphones durch die Kamerafunktion. Man könnte so zum Beispiel ein Gemälde ‹filmen› und dann durch AR Informationen über den Künstler, die Epoche, den Malstil und den historischen Hintergrund erhalten.

Die AR kann in allen Bereichen des Alltags zum Einsatz kommen.

Anwendungen von VR und AR

‹Google Glass›

Unter dem Namen ‹Google Glass› arbeitet Google an einer Augmented-Reality-Brille, die mit einem Mikrodisplay und einer Kamera versehen ist und über Spracheingabe bedient wird. So kann der ‹Google Glass›-Nutzer Informationen zu seiner Umgebung, wie beispielsweise Navigationshinweise, oder Informationen zu Sehenswürdigkeiten aus dem Internet auf der Brille einblenden lassen.

(Video: Youtube)

Augmented-Reality-Spiel ‹Magic Portal›

Telebasel testete im vergangenen Jahr das Augmented-Reality-Spiel ‹Magic Portal› von Break Out Basel. Mit einem iPad bewaffnet begeben sich die Spieler auf eine Reise quer durch Basel. Im Spiel wird die Welt von Monstern bedroht: Die Spieler haben die Aufgabe, die Welt zu retten. Dafür müssen sie am iPad und in der realen Welt Rätsel lösen, um das magische Portal, durch das die Monster kommen, zu schliessen.

(Video: Telebasel)

Behandlung von Angstzuständen

Ob Angst vor der Höhe, Stürmen oder Spinnen: Viele Leute leiden unter Phobien. In den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel (UPKBS) werden diese Angstzustände mit dem Einsatz von Virtual-Reality-Brillen bekämpft.

Der Telebasel News Beitrag vom 19. März 2017:

(Video: Telebasel)

Planung von Operationen

VR hilft Ärzten bei der Planung von Operationen: Eine von Basler Forschern entwickelte Technik kann aus Computertomografie-Daten eines Patienten blitzschnell eine 3D-Darstellung für eine virtuelle Umgebung erzeugen. Mit einer Virtual-Reality-Brille können Chirurgen sich so ein genaues Bild machen und die Operationsschritte besser planen. Auch bietet diese Funktion ein ideales Hilfsmittel für angehende Chirurgen. Damit lassen sich Eingriffe nicht nur planen, sondern auch üben. Da alles virtuell und somit nicht echt ist, entstehen auch keine Schäden an den Patienten.

(Video: Youtube)

VR sorgt für Lacher

Neue Technologien wirken oft beängstigend auf Menschen. Nicht anders ist es bei Virtual Reality. Dass VR aber nicht immer nur Anlass zur Sorge bereitet, sondern auch für Lacher sorgen kann, beweist folgendes Video:

(Video: Youtube)

Telebasel zeigt ab sofort Online und ab dem 28. August 2017 im TV täglich, wieso wir keine Angst haben müssen und wo die Digitalisierung bereits für Furore sorgt.

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