(Bild: Keystone)

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Kein Ende der digitalen Revolution in Sicht

Die Digitalisierung schreitet ohne Verzögerung voran. Manche Experten behaupten die technischen Entwicklungen unserer Zeit haben eine grössere Wirkung als die Erfindung der Dampfmaschine oder Elektrizität. Doch was bedeutet Digitalisierung überhaupt?

Das Internet vernetzt die Gesellschaft, die Automatisierung verändert die Industrie, Roboter übernehmen unsere Arbeit. Im ersten Teil unserer Online-Serie der Themenwoche Digital auf Telebasel, fragten wir, ob uns Roboter heute und künftig in der Arbeitswelt gefährlich werden – uns ersetzen werden.

Digital ersetzt Analog

Doch was bedeutet Digitalisierung überhaupt? Im modernen, heutigen Sinn steht der Begriff insgesamt für den Wandel hin zu digitalen Prozessen mittels Informations- und Kommunikationstechnik. Analog wird digital. Elektronisches Geld ersetzt Bargeld. Altmodische Briefe weichen den E-Mails. CDs werden durch mp3-Player ersetzt. Für die perfekte Route ans Ziel benötigen Sie keine Landkarten mehr, sondern Navigationssysteme. Filme werden heute via Online-Streaming geschaut statt auf dem Abspielgerät. Dialoge verkommen zu Textnachrichten. Maschinen ersetzen Menschen – um nur vereinzelte Beispiele zu nennen.

Aus diesen Gründen umschreibt man die Digitalisierung auch gerne als ‹digitale Revolution› – in Anspielung auf die industrielle Revolution vor rund 200 Jahren. Ein Umbruch, der nicht nur Auswirkungen auf die Technik, sondern auch auf die Lebensweise der Menschen hat.

Ein rasanter Wandel

Der Anfang dieser Revolution ist nicht genau feststellbar. Es wird angenommen, dass der Ursprung auf das Jahr 2002 zurückgeht, als erstmals die digitale Speicherung von Informationen, die analoge Speicherung überholt hatte. Darum wird dieses Jahr auch als Beginn des digitalen Zeitalters beschrieben. Bemerkenswert ist die Geschwindigkeit, mit welcher dieser Wandel vonstatten ging. Während im 1993 lediglich 3 Prozent der Informationen digital gespeichert wurden, waren es 2007 bereits 94 Prozent – was automatisch zu einer Explosion an Information führte.

Umbruch ist nicht abgeschlossen

Wer ist schuld daran? Kurz gesagt: Der Mikrochip. Dieser integrierte Schaltkreis änderte alles und mit dessen stetiger Leistungssteigerung wurde die Automatisierung von Produktionen und der Aufbau des Internets überhaupt ermöglicht. Durch die Erfindung des Mikrochips entstand die allgemeine Computerisierung. Der Computer fand genauso schnell seinen Weg in den privaten Bereich, wie früher das Telefon oder der Fernseher.

Wer nun denkt, dass die digitale Revolution mit der Erfindung des Computers oder des Smartphones seinen Zenit erreicht hat, irrt sich gewaltig. Im Gegenteil: Wir befinden uns weiterhin mitten im Umbruch. Das grösste Potenzial wird heute in der Entwicklung der Roboter gesehen. Experten rechnen bis ins Jahr 2020 mit den ersten Maschinen mit eigenem Bewusstsein.

Ebenso werden im Bereich der künstlichen Intelligenz weitere Fortschritte erwartet. Genauso wird mit dem Zeitpunkt gerechnet, an dem diese künstliche Intelligenz die menschliche Intelligenz übertreffen wird und die Forschung dann selber vorantreiben wird – Stichwort ‹Singularität›. Weitere einschneidende Umbrüche zeichnen sich in der Mobilität ab, wo unter anderem das autonome Fahren im Mittelpunkt steht.

Diese und weitere Themen zu einem späteren Zeitpunkt in der Telebasel Themenwoche Digital. 

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