Der wohl berühmteste Hippie: Der VW-Bus. (Bild: pixabay)
International

50 Jahre ‹Summer of Love›

Vor 50 Jahren feierten die Hippies den ‹Summer of Love› (Sommer der Liebe). Die Hippiebewegung in den USA war im Sommer 1967 auf dem Höhepunkt angelangt und die Idee von einem humaneren und friedlicheren Leben durchströmte das ‹Land der unbegrenzten Möglichkeiten›.

Geflochtene Blumen im langen Haar, bemalte Körper und auffällige Keidung. Die Hippiebewegung kam vor allem durch den Vietnamkrieg ins Rollen und wurde unter dem Motto ‹Make love, not war› (Macht Liebe, nicht Krieg) berühmt. Als stellvertretende Stadt des ‹Summer of Love› steht San Francisco. Dorthin strömen in diesen Wochen tausende Menschen, um das Feeling von damals wieder auferstehen zu lassen.

‹Heimatstadt› San Francisco

Der Sommer der Liebe begann damit, dass im Januar 1967 im Golden Gate Park in San Francsico eine Veranstaltung zum Verbot der Droge LSD stattfand. Die halluzinogene Droge hatte einen wesentlichen Einfluss auf die Hippiezeit und Erfahrungen mit LSD gingen in die Kultur und Philosophie der Bewegung ein. Somit fanden Tausende ihren Weg nach San Francisco – angezogen von der Philosophie und den Idealen der Hippiebewegung – um daran teilzunehmen.

https://www.youtube.com/watch?v=sWEEaH3QZoI

Der Song ‹All you need is love› der Beatles, war für die Hippiezeit bezeichnend. (Video: Youtube)

In den Häusern im Stadtteil Haight-Ashbury entstanden Wohngemeinschaften, in ‹Free Stores› wurden gratis Lebensmittel verteilt und in den ‹Free Clinics› wurden Hippies gratis behandelt, da sich viele Ärzte weigerten, Hippies überhaupt zu behandeln, oder weil viele Hippies schlicht und einfach kein Geld dazu hatten.

Als Höhepunkt des ‹Summer of Love› gilt das Monterey Pop Festival vom 16. Juni bis zum 18. Juni 1967. Als Ende gilt die Veranstaltung ‹Death of a Hippie› am 6. Oktober 1967. Ein Hippie wurde symbolisch zu Grabe getragen. Damit protestierte man dagegen, dass Menschen das Hippiesein nur noch nachahmten und nicht mehr fühlten.

Monterey Pop Festival 1967. (Video: Youtube)

Der Hippie

Mit ihrer Naturverbundenheit und Konsumkritik, stellten die Hippies die Wohlstandsideale und die bestehende Wirtschaftsordnung in Frage. Man wollte sich von Zwängen und gesellschaftlichen Tabus befreien. Erste Akzente setzten die Hippies in ihrem Bekleidungsstil. Mit Eigenproduktionen durch Nähen, Färben und Stricken distanzierte man sich von der Konsumgesellschaft und entwickelte eine Anti-Mode gegen die industriell gefertigte Massen-Mode. Männer und Frauen trugen meist lange Haare (mit Blumen geschmückt) und die Kleidungen zeigten kaum oder gar keine geschlechterspezifischen Unterschiede. Man wollte Geschlechterrollen aufbrechen, freie Liebe geniessen, Drogen (LSD) konsumieren und den Weltfrieden.

Durch ihr farbiges Auftreten wurden die Hippiebewegung oft auch als ‹Flower Power› bezeichnet.

Ein farbiger Bus wird zum bewegten Kino

Zum diesjährigen 50. Geburtstag haben sich verschiedene soziale und kulturelle Gruppen zusammengeschlossen, um die komplizierte, aber gleichzeitig auch prägende Periode zu feiern. Dabei wollen sie auch die Relevanz zur heutigen Zeit herstellen. Das ganze Jahr über finden in San Francisco verschiedene Events statt und man kann unterschiedliche Attraktionen sehen. So zum Beispiel einen bunt bemalten Bus, welcher mit einem vollständigen Sound System und Videoprojektoren ausgestattet ist. Der Bus ist ein bewegendes Theater und zeigt Dokumentationen des ‹Summer of Love›. Eine Liste aller Attraktionen und Events finden Sie hier.

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