Die beiden YB-Spieler Kasim Adams Nuh und Marco Bürki bejubeln das 1:0 im Cupspiel gegen den FC Breitenrain. (Bild: sda)

Schweiz

Alle Favoriten überstehen erste Cup-Runde

Wie so oft blieb in den 1/32-Finals des Schweizer Cups kein Team aus der Super League auf der Strecke. Immerhin zogen sich die Aussenseiter am Samstag achtbar aus der Affäre.

Die Zahlen sind für einmal nicht erdrückend: Die fünf Mannschaften aus der Super League schossen zusammen bloss 15 Tore – sechs davon gingen auf das Konto des FC Lugano, der auf dem Weg zu seinem 6:0 gegen den Zweitligisten Bassecourt seine Treffer allerdings erst nach der Pause erzielte. Auch der FC Luzern (1:0 gegen Kriens) und Lausanne-Sport (3:1 gegen Pajde Möhlin) legten die kleine Differenz erst in den zweiten 45 Minuten.

Lange Anläufe für Luzern und Lausanne

Dass der FC Luzern trotz Platzabtausch und damit Heimvorteil gegen Kriens den knappsten Sieg realisieren würde, kam nicht überraschend. Der SC Kriens, der kleine Nachbar, ist ein ambitionierter Verein aus der Promotion League. Der Aufstieg in den Profi-Fussball ist das Ziel. In der letzten Saison eliminierte Kriens den FC Thun und erreichte schliesslich die Cup-Achtelfinals. Diesmal war schon in den 1/32-Finals Endstation, weil sich der FC Luzern nach schwacher erster Halbzeit steigerte und in der 70. Minute zum Siegestor kam. Pascal Schürpf war nach einem ersten abgewehrten Schuss aus spitzem Winkel erfolgreich.

Wie Kriens gegen Luzern hielt auch NK Pajde Möhlin gegen Lausanne-Sport das Resultat mehr als eine Stunde lang ausgeglichen. Der Klub aus der 2. Liga interregional, dem der Vater von Ivan Rakitic vorsteht und in dem der Bruder des Barcelona-Professional zum Trainer-Team gehört, zeigte sich als technisch versierter Widersacher. Im Team stehen einige ehemalige Profis aus den Ligen Osteuropas, welche sich gegen den Tabellen-Vorletzten der Super League dergestalt wehrten, dass eine Differenz von vier Spielklassen nie zu erkennen war. Lausanne brauchte sogar einen umstrittenen Foulpenalty, um in der 67. Minute zum wegweisenden 2:1-Führungstor durch Benjamin Kololli zu kommen.

Berner Super-League-Klubs weiter

Die in den letzten Jahren für unliebsame Cup-Überraschungen durchaus empfänglichen Berner Klubs Young Boys und Thun gaben sich diesmal keine Blösse. YB spielte im ersten Stadtberner Derby seit 47 Jahren gegen Promotion-League-Klub Breitenrain äusserst konzentriert und siegte am Ende standesgemäss 3:0. Verteidiger Kasim Nuhu, Mittelfeldspieler Thorsten Schick, er nach einem Goalie-Fehler, sowie Stürmer Jean-Pierre Nsamé schossen die Tore auf dem Kunstrasen, nur einen Kilometer vom heimischen Stade de Suisse entfernt, und vor rund 6000 Zuschauern.

Thun hatte gegen Stade Payerne (2. Liga inter) mehr Mühe, obwohl es durch Simone Rapp und Matteo Tosetti schon nach einer Viertelstunde 2:0 führte. Doch ein Fehlgriff von Torhüter Guillaume Faivre brachte den Aussenseiter wieder heran und Payerne hatte noch vor der Pause sogar Chancen zum Ausgleich. Erst mit Fortdauer der Partie brachte Thun das Geschehen unter Kontrolle.

Von den Mannschaften aus der Super League und Challenge League scheiterte nur der FC Wohlen. Dies dafür auf spektakuläre Weise. Beim FC Linth 04 im Glarnerland wurden die Aargauer 0:4 deklassiert. Der FC Linth, der seit Jahren erfolglos versucht in die 1. Liga aufzusteigen, wird vom früheren Luzern- und GC-Verteidiger Roland Schwegler trainiert. Für Wohlen ist es die erste Cup-Niederlage gegen einen Unterklassigen seit fast acht Jahren.

Die Resultate auf einen Blick

  • Breitenrain – Young Boys 0:3 (0:1). – Tore: 23. Nuhu 0:1. 54. Schick 0:2. 90. Nsamé 0:3.
  • Stade Payerne – Thun 1:2 (1:2). – Tore: 9. Rapp 0:1. 12. Tosetti 0:2. 29. Essomba 1:2.
  • Kriens – Luzern 0:1 (0:0). – Tor: 70. Schürpf 0:1.
  • NK Pajde Möhlin – Lausanne-Sport 1:3 (1:1). – Tore: 25. Bojinov 0:1. 36. Ivelja 1:1. 63. Kololli (Foulpenalty) 1:2. 87. Geissmann 1:3.

Der FC Basel spielt heute Sonntag, 13. August 2017, um 14.30 Uhr gegen Wettswil-Bonstetten. Das Spiel sehen Sie im Live Ticker auf telebasel.ch 

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