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Der Telebasel News-Beitrag vom 11. August 2017

Baselland

Millionenbetrug an Baselbieter Volksschulen?

Am 24. September stimmt das Baselbieter Volk darüber ab, ob kantonale Beiträge an den Besuch von Privatschulen gestrichen werden. Das Komitee rund um die ‹Starke Schule beider Basel› sagt jetzt «Nein zum Millionen-Betrug an den Volksschulen» und kritisiert jetzt die angebliche Sparmassnahme.

Bis Anhin bekommen Eltern, deren Kinder eine Privatschule besuchen, vom Kanton einen Beitrag 2’500 Franken. Am 24. September stimmt das Baselbiet darüber ab, ob diese Pauschalbeiträge weiterhin bezahlt werden. Neu sollen demnach nur noch ärmere Familien diesen ‹Zustupf› erhalten, um die Kantonskassen zu entlasten. Mit der Abschaffung könne der Staat 3.7 Millionen Franken sparen.Die Änderung des Bildungsgesetzes kommt nun vors Volk, weil im Parlament das Vierfünftel-Mehr verfehlt wurde.

Das Bildungskomitee ‹Starke Schule beider Basel› sagt jetzt aber, das mit dieser Vorlage beträchtliche Mehrkosten für Kanton und Gemeinden entstehen. Ausserdem hätte die Streichung der Pauschalbeiträge erhebliche Folgen auf die staatlichen Primar- und Sekundarschulen. In einer Mitteilung vom 10. August sagt das Komitee «Nein zum Millionen-Betrug an den Volksschulen».

Zusätzliche Klassen an Volksschulen

Der Kanton bezahlt im Moment pro Schulkind an einer Privatschule 2’500 Franken. Gemäss dem Komitee betragen die jährlichen Ausbildungskosten an der Volksschule im Durchschnitt rund 17’500 Franken. Die Schülerinnen und Schüler an den Privatschulen würden demnach den Staatshaushalt entlasten. Wird die Abstimmungsvorlage im September angenommen, rechnet man mit zusätzlichen Klassen an den Volksschulen, was die Kosten dementsprechend in die Höhe treiben würde. Laut einer Rechnung des Komitees würde jedes Schulkind, das von einer privaten in eine staatliche Schule wechselt, dem Kanton jährliche Mehrkosten von etwa 15’000 Franken verursachen.

Besondere Betreuung an Privatschulen

An Privatschulen lernen vor allem Schülerinnen und Schüler, die eine besondere administrative und soziale Betreuung benötigen. Deshalb besuchen sie gemäss Mitteilung heute oft Kleinklassen. Werden die Pauschalbeiträge in Zukunft gestrichen, müssten eben solche speziellen Klassen vom Kanton in allen Niveaus selber geführt werden. Das würde wiederum Mehrkosten generieren, schreibt das Komitee weiter.

Mehr dazu am 11. August ab 18:30 Uhr und ab 19:00 Uhr stündlich in den Telebasel News. 

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