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Der Telebasel News Beitrag vom 10. August 2017

Basel

Grünes Licht für Eventhallen im Rheinhafen

Die Chancen für Zwischennutzungs-Eventhallen im Basler Rheinhafen steigen: Das Appellationsgericht hat am Donnerstag, 10. August 2017, einen Anwohner-Rekurs gegen das Baugesuch abgewiesen. Nun prüfen die Rekurrenten den Weiterzug, und die Hallen-Träger hoffen auf eine neue Nutzungsfrist.

Das Baugesuch für vier Eventhallen auf einem früheren Tanklagerareal am Klybeckquai hatte der Verein Shift Mode 2014 eingereicht, für eine vielfältige Zwischennutzung bis Ende 2019. Die 2015 erteilte Baubewilligung focht eine benachbarte Wohngenossenschaft an. Das OK der Baurekurskommission vom Januar 2016 zog die Genossenschaft weiter, sodass nun das Appellationsgericht am Zug war.

Das Gericht wies alle drei Hauptargumente der Anwohner, die insbesondere um ihr Nachtruhe fürchten, klar ab: Erstens sei das provisorische Projekt zonenkonform, zweitens sei die Verkehrsfrage angesichts des eher urbanen Zielpublikums lösbar, und drittens seien die Lärmschutzvorschriften in den Plänen korrekt umgesetzt.

Verein will fünf Jahre ab 2019

Mit dem Rechtsstreit ist indes bereits ein erheblicher Teil der einst vorgesehenen Nutzungszeit verstrichen. Deshalb will der private Zwischennutzungs-Verein Shift Mode gemäss einer Sprecherin nun mit den Kantonsbehörden aushandeln, die Fünfjahresfrist – nach Rechtskraft des Urteils – neu auf 2019 bis 2023 anzusetzen.

Die Kosten des Hallenprojekt an der Uferstrasse 40 waren auf 1,75 Millionen Franken veranschlagt worden. Eine zunächst als Partnerin des Vereins und Hallen-Ankermieterin involvierte Kunstmessefirma ist wegen der Rechtsunsicherheit inzwischen ausgestiegen.

Ein Hotspot im Sommer

Shift Mode war von der Basler Regierung 2013 als Hauptträger für die Zwischennutzung des Ex-Migrol-Areals bestimmt worden. Bis 2019 kann der Verein dort insgesamt 12’500 m2 nutzen – die bisherigen Angebote erfreuen sich bei gutem Sommerwetter grosser Beliebtheit.

2014 war das Areal im Übrigen von der Polizei geräumt worden, weil es zuvor von sogenannten Wagenleuten besetzt worden war. Diesen hat die Regierung in der Folge 2500 m2 zugestanden. (sda)

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