Featured Video Play Icon
Der Telebasel News Beitrag vom 10. August 2017

Schweiz

Uber Pop-Service bleibt in Basel bestehen

Der Fahrdienstvermittler Uber stellt sein Angebot Uber Pop in Zürich ein. Künftig sind hier nur noch die teureren Angebote Uber X und Uber Black verfügbar. In Basel bleibt das Angebot aber weiterhin bestehen. Die Unia kritisiert die Basler Regierung, die zu wenig Druck auf das Unternehmen ausübt.

Die Änderung tritt ab Donnerstagmittag, 10. August, ein. Damit reagiere das Unternehmen auf den Wunsch von Uber-Pop-Partnern, auf Uber X zu wechseln, um Geld verdienen zu können, heisst es in einer Mitteilung. Die Uber-Pop-Fahrer haben nun drei Monate Zeit, um sich die Bewilligung für den berufsmässigen Personentransport zu beschaffen. In Basel und Lausanne bleibt das Angebot bestehen.

Uber Pop ist das günstigste Angebot des umstrittenen Fahrdienstvermittlers. Dabei kann praktisch jeder Autobesitzer Fahrgäste transportieren. Die Fahrer müssen lediglich mindestens 21 Jahre alt sein und über ein gepflegtes Auto mit vier Türen verfügen. Eine Zulassung für den berufsmässigen Personentransport benötigen die Fahrer nicht. Uber-X dagegen sind Fahrzeuglenker, die die nötige Bewilligung haben und damit offizielle Geld verdienen dürfen.

Kein berufsmässiger Transport

Uber hatte sich auf den Standpunkt gestellt, mit den Tarifen von Uber-Pop sei kein wirtschaftlicher Erfolg erzielbar. Deshalb handle es sich nicht um berufsmässigen Transport. Die Pop-Fahrer dürfen eigentlich höchstens zweimal im Monat fahren. In der Schweiz gelten regelmässige Fahrten als berufsmässig und regelmässig sind Fahrten, wenn jemand innert 16 Tagen mindestens zweimal fährt.

Mit diesem Schritt reagiert das Technologie-Unternehmen auf den vielfachen Wunsch von Uber-Pop-Partnern, auf Uber-X zu wechseln, um Geld verdienen zu können. Die Unia in Basel glaubt Uber diese Begründung aber nicht.

Unia spricht von «Teilerfolg»

Die Gewerkschaft Unia wertet die Einstellung von Uber Pop als Teilerfolg. Diese komme einem Eingeständnis gleich, dass Uber während Jahren systematisch den illegalen Personentransport ermöglicht und gefördert habe, schreibt die Gewerkschaft in einer Stellungnahme. Unverständlich sei, warum Uber sein gescheitertes und gesetzwidriges Modell in Basel und Lausanne weiterbetreiben wolle.

Die Gewerkschaft fordert, dass jetzt auch Basel auf den Billig-Dienst verzichtet. Die Regierung in Zürich habe Druck ausgeübt. Auch in Basel müsse man gemäss der Unia mehr machen. Uber teilt aber auf Anfrage mit, dass es für Basel im Moment noch keine Pläne gäbe, Uber-Pop vom Markt zu entfernen. (sda/ab)

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

Auch interessant