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Der Telebasel News Beitrag vom 5. August 2017

Baselland

Gutes Wetter hilft Weinbauern

Der Rekordfrost im Frühling war für viele Winzer ein Schock. Ernteausfälle von bis zu 95 Prozent befürchteten die Weinbauern. Doch nun sieht es wieder ein bisschen besser aus. Das gute Wetter hat die Reben kräftig wachsen lassen.

30’000 Flaschen Wein hat Antoine Kaufmann für die Saison eigentlich eingeplant. Der Frost im Frühling hat dem Winzer aus Aesch aber einen Strich durch die Rechnung gemacht. Er musste seine Erwartungen auf zwei- bis dreitausend Flaschen schmälern. Dank dem guten Wetter sieht es aber wieder besser aus. «Ich denke, dass es sieben- bis zehntausend Flaschen werden könnten.» Das sei immer noch wenig, aber nicht ganz so katastrophal wie zu Beginn befürchtet.

Grund für die verbesserten Prognosen ist das Wetter. Der anhaltend schöne Sommer hat die Triebe der Pflanzen schneller wachsen lassen. «Bis zu zehn Zentimeter sind die Triebe pro Tag gewachsen», so Kaufmann. Es seien neue Triebe entstanden und die Energie der Pflanzungen sei in die bestehenden Trauben geflossen. «Das bedeutet, dass die Trauben dieses Jahr einen sehr intensiven Geschmack haben.» Man dürfe sich daher auf einen qualitativ hochstehenden Wein 2017 einstellen.

Von Unwettern verschont.

Glück hatte die Region auch anfangs Monat. Während Hagel in anderen Orten in der Schweiz am ersten August den kargen Rest der Reben zerstörte, blieben die Winzer hier verschont. «Die Hagelzeit ist bald vorbei, es sieht so aus, als könnten wir normal Ernten», so Kaufmann. Der Ausfall betreffe vor allem seinen Weisswein. «Beim Gewürztaminer sind die Ausfälle trotzdem fast 100 Prozent.» Dafür hätten sich die Pinot-Pflanzungen gut erholt. «Beim Pinot können wir einen Ertrag von 40 bis 50 Prozent erwarten», so Kaufmann.

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