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Der Telebasel News Beitrag vom 24. Juli 2017.
Basel

Gepanzerte Hünen auf Pferden und Töffs

Ansonsten beschützen sie den italienischen Staatspräsidenten. Nun zeigen sie sich ausnahmsweise mit ihren Pferden und Motorrädern vor einer Tribüne. Die Corazzieri sind sowohl im übertragenen wie auch im wörtlichen Sinn hohe Gäste beim Basel Tattoo: Wer zu dieser Elite-Garde der Carabinieri gehören will, muss mindestens 1.90 Meter gross sein.

Sowohl Ross wie auch Reiter sind eine imposante Erscheinung. Den Namen ‹Corazzieri› (Kürassiere) verdanken die berittenen Hünen dem Brust- und Rückenpanzer, den sie bei ihren Defilees tragen. Ferner gehört ein Metallhelm mit Rosshaarschweif zu ihrer Ausstattung.

Nun hat sich das Regiment mit seinen Ställen beim Messeplatz installiert. 16 Corazzieri zeigen sich nämlich beim diesjährigen Basel Tattoo. Für den Auftritt der Leibgardisten dürfen die ebenfalls gross gewachsenen Pferde nicht fehlen. Ein Transporter brachte die sieben Tiere für die Show in einer zehnstündigen Fahrt von Rom nach Basel. Die Elite-Carabinieri sind aber nicht nur hoch zu Ross, sondern auch auf dem Feuerstuhl gewandt: Eine limitierte Anzahl von extra für das Regiment hergestellten Guzzi-Motorrädern steht dem Regiment  für ihre Eskorten bei den Präsidentschaftsdefilees zur Verfügung.

Keine schreckhaften Pferde

Der Auftritt der Garde ist einzigartig. Normalerweise widmen sich die Corazzieri stets Staatsanlässen und legen keine Shows hin. Der Besuch in der Basler Kaserne bildet hier eine Ausnahme. Vor vier Jahren kam nämlich durch einen Carabinieri-Auftritt am Tattoo der Kontakt zwischen den Organisatoren und dem Corazzieri-Regiment zustande. Oberstleutnant Gaspare Giardelli unterstreicht den Seltenheitswert dieses Besuchs: «Wir sind zufrieden, glücklich und stolz, am Basel Tattoo zu sein – es ist das erste und vielleicht das einzige Mal, dass sich die Corazzieri mit allen drei Komponenten, also zu Fuss, zu Pferd und mit dem Motorrad präsentieren».

Auch wenn so ein Auftritt für die Rösser neu ist, sind sie bestens darauf vorbereitet. «Unsere Pferde sind es gewohnt, sich im Autoverkehr Roms fortzubewegen», erklärt Major Filippo Milani. Das Chaos sei ihnen also gar nicht fremd und somit sei es keine grosse Sache, sich auch mit einer Arena mit klatschenden Zuschauern und Feuerwerk vertraut zu machen.

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