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Der Telebasel News-Beitrag vom 22. Juli 2017

Basel

Schweizer Armee begeistert am Tattoo

Am Schluss gab es eine Standing Ovation: Die Premiere des Basel Tattoo 2017 ist geglückt. Einen starken Eindruck hinterliess neben den internationalen Formationen dieses Jahr, insbesondere die Schweizer Armee - mit dem Rekrutenspiel und einer actionreichen Überraschung.

Zu sehen gab es einiges bei der diesjährigen Ausgabe des Basel Tattoo: Nach dem traditionellen Einmarsch der Massed Pipes and Drums folgte bereits der nächste optische Hingucker: Die Leibgarde des italienischen Staatspräsidenten, das Reggimento Corazzieri, ritt in die Arena ein.

Die Uniformen mit den glänzenden Brustpanzern versetzten das Publikum sogleich in den royalen Pomp längst vergangener Zeiten. Speziell die Auswahl der berittenen Männer: Mit einer Mindestgrösse von 1,90m erinnerten die Gardisten in ihrem Outfit an die Spartaner aus dem Hollywood-Knaller ‹300›.

Schweizer Rekruten und Elite-Einheit überraschen

Zum ersten Fuss-Stampf-Applaus bewegte das Publikum schliesslich der Auftritt der Schweizer Armee. Die Rekrutenschule der Militärmusik bot alles andere als eine Show von Anfänger-Soldaten: Der Mix aus heimatlichen Liedern und internationalen Hits, inklusive Alphorn- und Gesangseinlage, liess die Zuschauer fröhlich mitsingen.

Die Überraschung kam dann nach der Solo-Show der Militärtambouren: Ein fieser Trommeldieb machte sich mit einer der rot-weiss gestreiften Kübeln davon. Doch weit kam er nicht – unter der Fanfare von «Star Wars» seilten sich Elitegrenadiere vom Dach der Kaserne ab und stellten den Gauner noch in der Arena. Mit dieser Showeinlage sicherten sich die heimischen Wehrmänner einer der Top-Plätze in der Kategorie «Publikumsliebling».

Internationale Highlights

Danach folgten weitere Höhepunkte: Die tanzenden Russen des Igor Moiseyev State Academic Ensemble of Popular Dance zeigten die Flexibilität ihrer Beine, die Australian Army Band ging mit dem Publikum auf Tuchfühlung. Das United States Army Old Guard Fife and Drum Corps wollten den Baslern mit «z’Basel am mym Rhy» imponieren. Dass diese legendäre Formation den Weg nach Basel fand, freute die Tattoo-Macher besonders. Dennoch wollte bei diesem eher konservativem Auftritt der Funken zum Publikum (lags an all den vorherigen optischen Show-Effekten?) nicht vollständig überspringen.

Frenetischen Applaus erntete schliesslich eine der grossen Star-Formationen der Tattoo-Szene: His Majesty The King’s Guard Band and Drill Team aus Norwegen. Die präzis gespielte Musik und natürlich das wilde Gewirbel des Drill-Teams mit ihren Karabinern kamen beim Publikum sehr gut an.

Das traditionelle Finale (unter Abgesang der Schweizer Hymne, des Lonely Pipers unter mit allen 1’000 Mitwirkenden) wurde zum emotionalen Höhepunkt der Show. Der musikalische Leiter Christoph Walter präsentierte sein neues Stück «Abschied aus den Bergen» und die Solo-Sängerin Corinne Gfeller setzte mit dem Heul-Klassiker «Hallelujah» den Schlusspunkt.

Zufrieden zeigte sich nach der Show Tattoo-Produzent Erik Julliard gegenüber Telebasel. Sichtlich erleichtert diktierte er ins Mikrofon: «Es hätte nicht besser funktionieren können. Eine Standing Ovation, 7’900 Leute waren zufrieden, es hat nicht geregnet, alles hat geklappt – glücklicher könnte man nicht sein.»

Noch mehr Bilder vom Basel Tattoo: Klicken Sie sich durch die Bildstrecke

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