Die neue Mobiltelefon-App soll beim Auftritt des Rekrutenspiels und während dem grossen Finale das Publikum zu einem Teil des Spektakels machen. (Bild: Keystone)
Basel

Beim Tattoo macht sogar das Publikum bei der Licht-Show mit

24 Formationen aus Amerika, Europa und Australien treten ab Freitag, 21. Juli 2017, an der zwölften Ausgabe Basel Tattoo auf. Dabei wirkend rund tausend Personen beim Militärmusik-Festival mit. Neu beteiligen sich selbst die Zuschauer: Dank einer App sollen die Smartphones aus dem Publikum in den passenden Farben bei der Lightshow aufblitzen.

Die Tattoo-Vorstellungen sind bei unveränderten Preisen derzeit zu gut 80 Prozent ausverkauft, wie Produzent Erik Julliard sagt. Über alle Aufführungen gibt es in der Kasernen-Arena Tickets für rund 80’700 Besucherinnen und Besucher. Das ist weniger als im Vorjahr, als noch Karten für deren 104’000 im Umlauf waren. 2017 bietet das Basel Tattoo nur neun statt elf Abendvorstellungen sowie drei Nachmittagstermine. Das Budget beträgt heuer mit 10,6 Millionen Franken 2,2 Millionen weniger als im Vorjahr.

Hohe Gäste aus aller Welt

Laut Julliard ist das Militärmusikfestival diesmal blechlastiger als im Vorjahr. Ein Höhepunkt ist der Auftritt der ‹His Majesty The King’s Guard Band and Drill Team› aus Norwegen. Dafür war eine formelle Anfrage des Schweizer Verteidigungsministers bei seinem norwegischen Pendant nötig. Erstmals überhaupt an einer solchen Show und erstmals im Ausland tritt in Basel das ‹Reggimento Corrazieri› auf, die Garde des italienischen Staatspräsidenten. Mit dabei ist auch das ‹United States Army Old Guard Fife and Drum Corps›, die amerikanische Präsidenten-Garde.

Mehrere Ensembles glänzen mit Synchrontänzen, darunter eines aus Russland und eines aus Australien. Einheimische sind ebenfalls vertreten, neben dem Tattoo-Chor insbesondere das Rekrutenspiel der Schweizer Militärmusik. Für diese Trompeter und Tambouren bringt die Basler Schau den Abschluss ihrer Rekrutenschule auf der Bühne.

Licht-Fernsteuerung für das Smartphone

Als Solistinnen sind die Aargauer Musicalsängerin Corinne Gfeller und die Entlebucher Jodlerin Franziska Wigger angekündigt. Insgesamt treten laut den Verantwortlichen rund 1000 Personen auf, darunter mehr als 200 Dudelsackspielende. Rund 500 Helfer stehen zudem im Einsatz. Die neue Mobiltelefon-App soll während dem Auftritt des Rekrutenspiels und während dem grossen Finale das Publikum zu einem Teil der Lightshow machen: Wer sie (gratis) lädt und rechtzeitig einschaltet, dessen Smartphone wird vom Tattoo-Pult aus gesteuert in passenden Farben am ausgestreckten Arm leuchten.

Nach der Premiere von Freitag in der Arena folgt am Samstag der Umzug durch die Basler Innerstadt. Diesmal bleibt die Parade indes wegen der Baustelle auf der Mittleren Brücke auf das Grossbasel beschränkt.

(sda)

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