Er machte die Untoten auf der Leinwand populär: US-Regisseur George A. Romero (1940-2017). (Bild: Keystone)

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Zombiefilm-Regisseur George Romero ist tot

Mit Kult-Streifen wie ‹Night of the Living Dead› und ‹Dawn of the Dead› prägte George Romero wie kein anderer das Genre des Zombie-Films.

Der amerikanische Horrorfilm-Regisseur George A. Romero ist am Sonntag im Alter von 77 Jahren gestorben. Wie sein Manager Chris Roe mitteilte, ist der Filmemacher «nach einem kurzen, aber aggressiven Kampf gegen Lungenkrebs friedlich eingeschlafen». Romero gilt als Begründer des Zombiefilm-Genres. Er sei gestorben, während er zusammen mit seiner Frau uns seiner Tochter die Filmmusik des Klassikers ‹The Quiet Man› gehört habe. Romero hinterlasse seine «Familie, viele Freunde und ein Regie-Vermächtnis, das Bestand hat und weiterbestehen wird», erklärte Roe.

1968 erschien sein Klassiker ‹Night of the Living Dead›. Der in schwarz-weiss gedrehte Film hatte ein Budget von lediglich knapp über 100’000 Dollar, spielte weltweit dann aber mehr als 30 Millionen Dollar ein. In diesem Horror-Streifen geht es um eine Gruppe von Leuten, die versuchen, einen Angriff von wieder zum Leben erweckter Leichen zu überleben. Viele werteten den Film als sozialkritisches Stück über Rassismus in den Vereinigten Staaten. Der einzige Schwarze in der Erzählung überlebt zwar die Zombies, wird anschliessend jedoch von weissen Rettungskräften erschossen.

(Video: Youtube)

Stephen King trauert

Der Streifen gilt inzwischen als Kultfilm. Er schuf Standards, die bis heute für Zombieverfilmungen gelten. Es folgten fünf Fortsetzungen. In seinen Werken berücksichtigte Romero sozialkritische Aspekte – seine Untoten inspirierten zahlreiche Regisseure zu Imitationen, Neuverfilmungen und Hommagen.

Zu den ebenfalls bekannten Werken Romeros zählen ‹Knightriders› von 1981 und ‹Creepshow› von 1982, bei dem Horror-Autor Stephen King das Drehbuch schrieb. King schrieb im Kurzbotschaftendienst Twitter, er sei traurig, vom Tod «seines guten alten Freundes» gehört zu haben. «George, es wird niemals wieder einen wie Dich geben», schrieb der Autor:

(sda)

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