Seit Beginn der Protestwelle in Venezuela im April sind bereits 91 Menschen gestorben. (Bild: keystone)

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Bereits 91 Tote bei Protesten in Venezuela

Bei Protesten gegen die Regierung in Venezuela ist erneut ein junger Mann getötet worden. Der 25-Jährige sei bei Zusammenstössen während einer Strassenblockade in Táriba im Westen des Landes ums Leben gekommen, teilte die Staatsanwaltschaft am Dienstag mit.

Die genauen Todesumstände seien unklar, es seien Ermittlungen eingeleitet worden. Gut drei Monate nach Beginn der Protestwelle gegen Präsident Nicolás Maduro stieg die Zahl Toten somit auf 91.

Seit April gehen in Venezuela beinahe täglich tausende Menschen auf die Strasse, um den Rücktritt des sozialistischen Staatschefs zu fordern. Die konservative und rechtsgerichtete Opposition macht Maduro für die schwere Wirtschaftskrise in dem ölreichen südamerikanischen Land verantwortlich, die zu dramatischen Versorgungsengpässen geführt hat.

Wie Generalstaatsanwältin Luisa Ortega Diáz am Dienstag mitteilte, werde inzwischen gegen 4658 Personen wegen der Todesfälle, Verletzungen und Sachbeschädigungen ermittelt. Sie kritisierte eine Einschränkung ihrer Arbeit, weil viele Fälle an einer Sonderjustiz des Militärs abgegeben werden mussten. Diese wolle die Demonstranten in Schnellverfahren aburteilen. (sda afp dpa)

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