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Der Telebasel News-Beitrag vom 29. Juni 2017.

Baselland

Kulturvertrag spaltet Basler

Fünf Millionen Franken wollen die Baselbieter beim Kulturvertrag einsparen. Die Basler Politik zeigt sich entrüstet und überlegt sich höhere Eintrittspreise für Baselbieter für Museen und andere Kulturinstitutionen. Im Baselbiet nimmt man die Androhungen gelassen.

Punkt zwölf formierte sich Widerstand vor dem Baselbieter Regierungsgebäude. Eine Gruppe Kulturschaffender demonstrierte gegen die Sparpläne beim bi-kantonalen Kulturvertrag.

Die fünf Millionen, die das Baselbiet einsparen will, sollen in Zukunft von der Stadt getragen werden. FDP-Landrätin Andrea Kaufmann versteht den Unmut der Städter, findet die Massnahme aber gerecht. «Viele Städter, die zu uns ins Oberbaselbiet kommen, nutzen ja auch gerne unsere schöne Landschaft und Wanderwege.»

In die gleiche Kerbe schlägt auch SVP-Landrat Dominik Straumann. Von der Idee der Basler SVP, Eintrittspreise für Baselbieter zu erhöhen, hält er nichts. «Die Idee ist völlig absurd. Da müssten wir ja auch Eintritt verlangen von den Städtern, die zu uns auf die Landschaft kommen, um zu joggen oder wandern.»

Linke wohl ohne Chance

Das letzte Wort in der Affiche Kulturvertrag ist aber noch nicht gesprochen. Noch muss der Landrat die Pläne der Regierung absegnen. Dass es aber noch Änderungen geben wird, scheint unwahrscheinlich. «Wir werden dafür kämpfen», sagt SP-Landrätin Miriam Locher. Doch die Sitzverteilung spricht eine andere Sprache. Zumal die CVP dem Deal aufgrund der Sparvorgaben der Regierung wohl zustimmen wird.

1 Kommentar

  1. Würde Baselland die Kulturvertragspauschale, KVP nicht halbieren, würde Benachteiligung von BaselländlerInnen in Sachen Kulturangebot gar kein Thema. Die Möglichkeit zur Mitbestimmung hat Baselland nun ganz aus der Hand gegeben.
    Es ist skandalös, dass der Kultur und dem Partnerkanton BS seitens Regierung und mit einer Mehrheit im Landrat offensichtlich zugemutet wird, in solch unverhältnismässigem Ausmass die BL Kantonskasse zu sanieren.
    Wir fordern die Regierungsräte beider Basel auf, eine nachhaltige und faire Kulturfinanzierung zu erarbeiten.
    Wir fordern unter den Landrätinnen insbesondere die Bürgerlichen auf, sich zur Kultur zu bekennen, kulturelle Belange dem Spardiktat überzuordnen und jeweils entsprechend abzustimmen. Kultur ist überparteilich und sollte von Leuten aus allen Parteien Unterstützung bekommen.

    PS: Der kurzsichtige Mann auf der Leiter mit dem Megafon war Michael Huber. Der Verband Kultur Baselland, VKBL lud zur Aktion vor dem Regierungsgebäude mit der Frage: Ist Baselland die Kultur nur noch die Hälfte wert?

    Irene Maag, Verband Kultur Baselland, VKBLReport

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