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Der Telebasel Report vom 28. Juni 2017.

Basel

Lachen am Krankenbett

Sie sind die heimlichen Stars im Kinderspital UKBB in Basel. Überall, wo die Spitalclowns auftauchen, ist Ramba-Zamba vorprogrammiert! Der Telebasel Report hat die lustigen Spassmacher einen Tag lang begleitet.

Der kleine Henri tapst etwas wacklig in die Zimmermitte und schaut gespannt zur Türe. Es hat geklopft. Der eineinhalb-jährige Jüngling hat vor ein paar Tagen in eine kaputte Glasscheibe gegriffen und liegt deshalb mit Schnittwunden übersäten Fingerchen und Armen im UKBB in Basel. Beide Arme sind eingegipst – aber jetzt hat es geklopft. Da muss Henri natürlich nachschauen, wer da kommt.

Der kleine Henri im Hintergrund wartet bereits gespannt auf ‹Dr. Vala Willi› und ‹Dr. Pilül›. (Bild: Telebasel)

‹Dr. Pilül› und ‹Dr. Vala Willi› zu Besuch

Ins Zimmer schabernacken die beiden Spitalclowns ‹Dr. Pilül› und ‹Dr. Vala Willi›. Willi hält ein kleines Fläschchen in der Hand und bläst wunderschöne Seifenblasen ins Zimmer. Sie tingelt schon seit über 17 Jahren durch die Spitäler der Schweiz. Pilül ist sogar schon seit 21 Jahren dabei. Im Auftrag der Stiftung Theodora besuchen sie zusammen mit über 70 Kollegen und Kolleginnen jährlich rund 100‘000 Kinder in der Schweiz. Ihr Auftrag: Ablenken. Ablenken vom Schmerz. Ablenken vom Alleinsein. Ablenken von der Langeweile.

Die beiden Spitalclowns greifen immer mal wieder zu ihren Instrumenten. (Bild: Telebasel)

Professionelle Künstler im Einsatz

Und zum Ablenken fällt den Spitalclowns der Stiftung Theodora so einiges ein! Schliesslich sind alle Clowns professionell ausgebildete Künstler, die auch in der Freizeit als solche arbeiten. Viele sind Freiberufler, die man auch ausserhalb des Spitals buchen kann – für die Stiftung Theodora arbeiten sie im Mandatsverhältnis. Von Seifenblasen-Tricks über Kunststücke mit dem Handpuppen-Waschbären bis hin zu rassigen Liedern und Ballon-Tieren haben Pilül und Willi alles in petto. «Was immer zieht, sind Missgeschicke», sagt etwa Pilül, «wenn ich versuche einen Ballon aufzublasen und mich dabei ziemlich blöd anstelle, gibt es oft kein Halten mehr».

Lachen ist die beste Medizin. Zumindest lässt es den Schmerz einen Moment lang vergessen. (Bild: Telebasel)

In Erinnerung an Mutter Theodora

Gegründet wurde die Stiftung 1993 von den Brüdern Jan und André Poulie. Letzterer lag in jungen Jahren selbst lange Monate im Spital. Seine Mutter Theodora nutzte jede Besuchsstunde, um ihren Sohn mit kleinen Zaubereien und Geschichten aufzuheitern. Dies hat André Poulie dermassen geprägt, dass er den äusserst hilfreichen und aufheiternden Ansatz seiner Mutter möglichst vielen Kindern zugänglich machen wollte. Heute besuchen die Clowns der Stiftung nicht nur Krankenbetten, sondern auch spezialisierte Institutionen für Menschen mit Behinderungen oder begleiten Kinder vor und nach chirurgischen Eingriffen.

Ob gross oder klein: Wer möchte wird von den Clowns besucht. (Bild: Telebasel)

Immer Dienstag-, Mittwoch- und Donnerstagnachmittag sind die Spitalclowns der Stiftung Theodora auch am UKBB in Basel unterwegs.

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