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Basel

Nach den Rekorden ist vor dem Neubeginn

Gerade zwei Wochen nach Saisonende, bläst Raphael Wicky nächsten Donnerstag zum Trainingsauftakt für die neue Saison. Eine kurze Erholungsphase für die FCB-Cracks. Wer wird pünktlich am Start sein? Wer darf noch länger am Strand liegen bleiben? Und wer kommt womöglich gar nicht mehr zurück?

Kaum sind die turbulenten Wochen mit den Verabschiedungen von Bernhard Heusler und Co. und einer emotionalen GV vorbei, geht es Schlag auf Schlag weiter. Nur wenige Wochen nachdem die Mannschaft euphorisch in der Innenstadt gefeiert wurde, steigt am Donnerstag, 22. Juni 2017, bereits wieder das erste Training unter dem neuen Coach Raphael Wicky. Die Frage stellt sich: Kann der FCB nahtlos dort weitermachen, wo er aufgehört hat? Mit dem Sammeln von Rekorden?

Fakt ist: Die Basler Profis haben eine kurze Erholungsphase, wenn man die Sommerpause mit Europas Top-Ligen vergleicht. Während andere Klubs aus anderen Ländern noch reichlich Zeit haben, das Kader für die kommende Saison zusammenzustellen, muss es nun beim FCB relativ fix gehen. Doch wer soll überhaupt noch kommen? Oder gar gehen? Auf wen kann der Walliser bei Trainingsstart überhaupt zählen?

Was läuft mit Doumbia und Stocker?

Den Top-Transfer haben Marco Streller und seine Kollegen der sportlichen Führung bereits in trockenen Tüchern: Ricky van Wolfswinkel. Der Stürmer wurde vergangene Woche vorgestellt und soll die neue rotblaue Tormaschine werden.

Marco Streller bezeichnet den Niederländer als «schwer zu greifen» und «aktiven Stürmer». Vom Typ würde er besser ins neue Pressing-System von Wicky passen als beispielsweise Marc Janko, so Streller im Interview mit Blick. Ein ausschlaggebender Punkt pro FCB soll beim «Königstransfer» auch die Ehefrau des Stürmer gespielt haben. Ihre Familie lebt nämlich in der Schweiz.

Auch Seydou Doumbia würde laut Streller in dieses System passen, jedoch bewegt sich der Ivorer in finanziellen Sphären, die der FCB unmöglich stemmen kann. Das geht auch anderen interessierten Klubs so. Weder Galatasaray Istanbul, noch der FC Valencia seien bereit, den finanziellen Forderungen der AS Roma nachzukommen.

Genauso schwierig macht es scheinbar der FC St. Gallen dem FC Basel was die Rückholaktion von Albian Ajeti angeht. Möglich, dass der Deal am Ende platzt, weil die Ostschweizer zuviel Geld wollen. Sollte Ajeti doch nicht kommen, könnten die Chancen auf einen Verbleib von Andraž Šporar wieder steigen.

Auch eine Rückkehr von Valentin Stocker scheint derzeit auf Eis zu liegen. Obwohl der Publikumsliebling in Berlin auf dem Abstellgleis steht, sei eine Rückkehr zum FCB zurzeit noch kein Thema, sagt Streller.

Dafür sorgt ein anderer Rückkehrer für eine Überraschung und reichlich Zündstoff: Zdravko Kuzmanović. Laut Streller trainiere der Mittelfeldspieler zurzeit mit Konditionstrainer Marco Walker. Er werde am Donnerstag beim Trainingsauftakt dabei sein. Ob das den Fans passen wird? Streller nimmt ihn in Schutz: «Ich denke, er wollte zu viel, als er zum FCB kam. Er ist einer, der Verantwortung übernehmen will. Er kam aus einer Verletzung. Ein fitter Kuzmanovic hat enorme Fähigkeiten.»

Auch Jean-Paul Boëtius kehrt nach seiner Leihe nach Belgien zum FCB zurück. Noch hat sich Streller nicht zu ihm geäussert. Ob er wie Kuzmanović nochmals eine Chance erhält? Die Fans würden Boëtius gerne nochmals in Aktion sehen. Die Zeichen stehen aber eher auf Abschied. Laut niederländischen Medien, soll Boëtius zu Heimatklub Feyenoord Rotterdam zurückkehren.

Wer kommt gar nicht mehr zurück?

Doch wer wird womöglich gar nicht mehr vom Strand zum Trainingsauftakt am Rheinknie zurückkehren? Eine Kaderreduktion ist ja der Plan der neuen Führung. Dieser personelle Umbruch soll jedoch nicht über Nacht geschehen. Ausserdem: Der FCB spielt nächste Saison wieder Champions League, also sollte man eine schlagfertige Truppe zur Verfügung haben.

Als einziger Abgang wurde bisher Daniel Høegh (zu Heerenveen) verkündet. Die künftige Abwehr soll aus Marek Suchy, Manuel Akanji, Eder Balanta und Nachwuchsspieler Pedro Pacheco bestehen. Ob sich der Kolumbianer Balanta jedoch hinter Akanji einreihen wird, oder Führungsspieler Marek Suchy plötzlich eine Luftveränderung anstrebt, steht noch in den Sternen.

Auch die kurzfristige Zukunft von Eray Cümart scheint mit der Berufung von Pacheco ins Profikader erstmal bei einem anderen Klub zu liegen. Suchy und Akanji werden voraussichtlich länger Ferien machen dürfen, da sie vergangene Woche mit ihren Nationalteams noch um die WM-Qualifikation gekämpft haben. Genauso war Mohamed Elyounoussi noch mit Norwegen unterwegs.

Vaclík und Lang unverkäuflich

Sollten alle verbleibenden Innenverteidiger bleiben, hätte sich auch die Personalie Timm Klose vorerst erledigt. Zwar bestätigte der Nationalspieler gegenüber SRF, dass er in Kontakt mit dem FCB stehe, jedoch wird vermutet, dass man sich den Ur-Basler nur bei einem Abgang eines Führungsspielers wie Marek Suchy leisten wolle und könnte.

Ein Machtwort hat hingegen Bernhard Burgener im Bezug auf die umworbenen Michael Lang und Goalie Tomáš Vaclík im Anschluss an die GV gesprochen. Unverkäuflich seien die Beiden. Eine klare Wertschätzung für die Spieler. Mit anderen Worten: Klubs die diese beiden FCB-Topspieler haben wollen, werden tief ins Portmonnaie greifen müssen.

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In aller Kürze:

Am Donnerstag bläst Raphael Wicky zum Trainingsauftakt: Wer wird da sein? Wer nicht? Und warum?

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