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Der Telebasel News Beitrag vom 15. Juni 2017.

Basel

Leidenschaft oder Lifestyle?

Ein Basquiat für 32 Millionen Franken oder einen Roy Lichtenstein für 165 Millionen Franken. Das sind die Preise der Art Basel. Geht es hier überhaupt noch um Kunst oder nur darum, wer das dickere Portemonnaie besitzt? Wir sprechen mit zwei Kunstsammlern an der Art Basel.

Im Mai wurde ein Werk von Jean-Michel Basquiat für 110 Millionen Dollar versteigert. Entsprechend ist auch der Wert anderer Arbeiten des Künstlers gestiegen. Zeigt eine Galerie an der Art Basel also einen Basquiat, hat sie voll ins Schwarze getroffen. So wohl auch die Galerie Lévy Grovy: 32 Millionen Franken möchte der Galerist für das Bild ‹Baby Boom›, das er bei sich hängen hat. Aber sind solche Preise noch legitim? «Wenn sich eine Person finden lässt, die diesen Preis bezahlt, dann hat das Bild diesen Wert», sagt Johannes Barth, Kunstsammler und CEO einer Privatbank. «Das ist ein freier Markt und wenn es die Galerie schafft, das Bild für diesen Preis zu positionieren, dann ist das so.» Grundsätzlich solle man aber nur das kaufen, was einem auch gefällt, fügt Barth an.

Anderer Meinung ist Werner Dubach. Der ehemalige Präsident des Vereins der Kunsthalle Zürich findet es schade, dass es heute für Käufer und Sammler immer schwieriger wird, Bilder von Künstlern mit grossem Namen zu erwerben. Die Kunst sei heute auch Statussymbol: «Früher war es das Auto, heute ist es die Kunst und dazu kommt noch ein bisschen Lifestyle und Küppli», sagt er.

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