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Der Telebasel News-Beitrag vom 14. Juni 2017.

Basel

Auf Arbeitssuche mit einer Behinderung

Wenn schon nur das Wort IV fällt und eine Lücke im Lebenslauf klafft, ist die Hemmschwelle gross: Menschen, die trotz Behinderung gerne arbeiten wollen, haben es oft nicht einfach. Der Verein Impulse Basel organisiert daher seit mehreren Jahren ein in dieser Form einzigartiges Programm: Den Arbeitsuchenden wird ein Mentor zur Seite gestellt, der ihnen beim Bewerbungsprozedere neue Möglichkeiten aufzeigt und Netzwerke vermittelt.

«Behinderung – das kommt in unserem Betrieb nicht gut an»: Diesen Satz hörte der 23-jährige Subagesh Karunakaran schon oft. Obschon mit einem Lehrabschluss als Büroassistent im Rucksack, gestaltete sich die Stellensuche für ihn stets schwierig. Schon mehrmals kam er bei den Bewerbungsverfahren in die engere Auswahl.  Sobald er seine angeborene Behinderung erwähnte, hörte er von den Arbeitgebern meist nichts mehr.

Nun aber fasst er wieder Mut: Eine Mentorin steht ihm zur Seite, die ihm bei der Vorbereitung für Bewerbungsgespräche zur Seite steht.

Somit ist Karunakaran eine von 60 Personen, die nun das Angebot der Organisation Impulse Basel nutzen. Dieses Angebot ist weder an die IV noch an andere Sozialwerke gebunden. Dabei basiert hier alles auf Freiwilligenarbeit. Die Mentoren versuchen – so etwa in einer Art Tandem -, den Stellensuchenden neue Möglichkeiten aufzuzeigen und ihnen auch ein Netzwerk zu vermitteln.

Um Leute mit Behinderungen zu unterstützen, brauche es aber noch mehr, wie Mentor Peter Paulmichl betont. Wichtig sei mehr Selbstbewusstsein: «Es geht darum, ihnen aufzuzeigen, dass sie jemand sind und dass sie Fähigkeiten haben, die meistens viel grösser sind als die Behinderung», sagt Paulmichl.

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